ich möchte hier insbesondere den Damen unter Euch Mut machen. Im Forum über die OP habe ich schon meine Geschichte und Behandlungs-Erfolg berichtet (siehe auch unten) und möchte hier insbesondere nochmal auf einige Dinge hinweisen, die ich währen meiner LEidensgeschichte über die Unterschiede zwischen Frauen und Männern bei Steissbeinfisteln gelernt habe.
1. Steissbeinfistel = Männersache?
Suchte ich im Internet nach der Symptomatik und Entstehungsgründen einer Steissbeinfistel, trieb es mir als junge, sportliche, geprlegte Frau die Schamesröte ins Gesicht. Las ich doch diese Krankheit trete vor allem bei Männern, mit Übergewicht, starker Behaarung und mangelnder Hygiene auf. Na vielen Dank…
Die Sinus Pilonidalis ist auch als „Jeep´s disease“ bekannt, da sie bei vielen Soldaten im Krieg auftrat. Wahrscheinlich mit ein Grund warum sie vor allem bei Männern bekannt und erforscht ist. Tatsache ist aber, dass fast 50% der Menschen mit dieser Diagnose, die zum Arzt gehen heutzutage Frauen sind, wenn auch mit leicht anderer Symptomatik als Männer
2. Leicht andere Symptomatik
Meine Steissbein-Fistel sah lange nicht so schlimm aus wie auf einigen Fotos, die ich im Internet sah. Nur ein kleines Loch ohne Eiter oder Blut und kein Abzess. Herr Iesalnieks sagte, dass dies eine sehr leichte Form sei (trotz 7 Jahren seit dem ersten Auftreten), die hauptsächlich bei Frauen auftritt. Der Doc sagte, dass eine so leicht Ausprägzung wie diese bei einem Mann nicht zu solchen extremen Schmerzen führen würde und er das vor ein paar Jahren auch bei Frauen für übertrieben gehalten hätte. Bis heute habe er aber schon so einige Frauen operiert, die diese leichte Symptomatik haben und dennoch seit Jahren starke Schmerzen erleiden. Er könne sich dies nicht erklären, aber er wisse heute, dass es so sei.
Ebenso könne er sich folgende Besonderheit (Punkt 3: Schmerzen trotz erfolgreicher Pit Picking-OP bei einigen Frauen) nicht erklären, wollte mich aber, weil ich in diese Kategorien falle, auf folgendes Hinweisen:
3. Schmerzen trotz erfolgreicher Pit Picking-OP
Der Doc erzählte mir, er habe nun ein paar Fälle von jungen, sportlichen Frauen gehabt, die die trotz erfolgreicher OP und geheilter Wunde, dennoch ein paar mal noch Schmerzen in nachlassender Intensität gehabt habe, die dann aber irgendwann abklängen. Er erinnere sich spontan an 4 Frauen, die er nochmal wiedergesehen habe, weil sie wieder über Schmerzen klagten. Bei allen seien die Wunden komplett verheilt gewesen und die Pit-Picking-Methode sichtlich erfolgreich gewesen. Dennoch hätten diese Frauen noch ein halbes Jahr bis zwei Jahre nach der OP, immer wieder die alt bekannten Schmerzen bekommen. Zugegebener Weise in nachlassender Form und nach spätestens 2 Jahren waren auch diese weg. Eine Erklärung dafür habe er nicht, gab der Doc zu und das müsse auch bei mir nicht so sein. Aber er wolle ich mich fairerweise darauf hinweisen und ich aus dem gleichen Grunde euch hier informieren.
4. Erfolg der Pit Picking Methode bei Frauen
Laut Prof Iesalnieks liegt der Erfolg bei Frauen durch die Pit Picking Methode zwischen 95 und 99 %!!! Versucht es hiermit bevor ihr euch der "Hintern-Amputation" unterzieht!
5. Zusammenhang mit Monatszyklus
Von einem Zusammenhang der Schmerzen mit dem Monatszyklus schien noch nie jemand gehört zu haben. Mein Gynäkologe schloss das komplett aus und erklärte mich mehr oder weniger für verrückt. Dann entdeckte ich diese Seite und fühlte mich zum ersten Mal zu der Kombi mit Hormonen verstanden: http://www.pilonidal.org/word_girls.php „To answer a common question, yes, women do tend to notice Pilonidal flare-ups coincide with menstrual cycles. At this point, it is assumed to be because of the huge hormone fluxuations that cause our pores to produce more oil, thus producing acne on the face and adding fuel to fire in the natal cleft.” (Ganzer Text der Homepage in punkto Frauen siehe unten).
Auch Dr Iesalnieks schien gar nciht überreascht von meiner Beobachtung, dass meine Schmerzen mit dem Zeitpunkt des Monatszyklus manchmal korrelieren. Er sagte, dass höre er häufig von Frauen, habe die letztendliche Erklärung aber noch nicht gefunden…
Soviel erstmal hierzu. Ich möchte allen betroffenen Frauen (und Männern) wirklcih Mut machen, sich bei Herrn Iesalnieks vorzustellen und die Pit-Picking-Methode zu versuchen. Bei Fragen, dürft Ihr mcih gerne Ansprechen.
Alles Gute,
*smile*
A Word for the Girls von: http://www.pilonidal.org/word_girls.php
This site was built by a woman and many of these are my experiences. When I first learned what my condition was, I did what most people did back in the dark ages before the Internet - I trotted down to the library to do some research. What I learned there, from musty old medical books, was that this was a “guy” disease – something that happened to men with hairy behinds. Needless to say, I was appalled and mortified that I had this problem. The sheer embarrassment of having this “guy” condition kept me from seeking treatment for a long time. I put off having surgery for 7 years because I was too embarrassed to let anyone know that I had this “guy” problem.
The experience of doing this web site has really opened my eyes since a significant number of visitors have been female. What you will read around the web is that Pilonidal affects mostly MEN (note: the bulk of the research on Pilonidal Disease has come from the Armed Forces Medical Establishment) - in practice, most surgeons will tell you that the disease is evenly split between men and women and not just a “hairy-butt guy” thing.
I also think that more women are developing Pilonidals as society has changed in the past 30 years. Women are more fully a part of the corporate work force and we have become the same "office-chair potatoes" as men always have been.
To answer a common question, yes, women do tend to notice Pilonidal flare-ups coincide with menstrual cycles. At this point, it is assumed to be because of the huge hormone fluxuations that cause our pores to produce more oil, thus producing acne on the face and adding fuel to fire in the natal cleft.
It’s tough for we women to be comfortable with male doctors messing in our private parts, but in this case we must get over our embarrassment so that we get the best care possible. There just aren’t very many female Colon & Rectal Surgeons out there in the world and we need to get over our shyness and find the best doctor out there, no matter what gender.
Meine Geschichte - Beitrag in Forum: OP
Hallo zusammen,
aus tiefer Dankbarkeit auf dieses Forum gestossen zu sein und hier von der Pit-Picking-Methode gehört zu haben, möchte ich nun auch meine Erfahrungen hier kurz kund tun, in der Hoffnung damit auch anderen Mut zu machen den einfacheren Weg zu gehen.
Meine Vorgeschichte
Ich hatte seit einem Sturz beim Snowboarden vor 7 JAhren Schmerzen im Steissbein. Röntgen zeigte nix, dennoch kamen die Schmerzen in unregelmässigen Abständen wieder. Cortisolspritzen halfen nix. Verschiedenste Ärzte wussten keinen Rat zu meinen wiederkehrenden üblen Schmerzen. Bis vor einem Jahr etwa eine neue Gynäkologin die Idee hatte, dass dies eine Steissbeinfistel sein könnte. Tatsächlcih war ein kleines Löchlein an der Pofalte zu sehen. Sie gab mir eine Überweisung zu einem Chirurgen, aber nachdem ich im Internet diese "Arschamputation" gesehen hatte, entschied ich mich. NAch einem halben Jahr wiederkehrender Schmerzen holte ich mir die Meinung eines zweiten Gynäkologen ein. Diagnose "Sinus pilonidalis" gesichert, OP fraglich. Auf meine Vermutung hin, dass die Schmerzen irgendwie mit dem Zyklus zusammen fallen würden, erklärte er mich mehr oder weniger für verrückt. Na vielen Dank. Nochmal das Internet durchstöbert und hier gelandet.
Dr Iesalnieks
Nachdem ich Dr Iesalniks eine Email geschrieben hatte (chirurgie@marienhospital.eu), rief er mcih direkt am nächsten Morgen zurück. Er war sehr freundlich, stellte einige Abklärungsfragen gab mir einen Termin für den 23.12 und sagte auf meine Vermutung, dass das auftreten der Schmerzen mit dem Zyklus zusammen hänge: Ja, das würde vielen Frauen so gehen... Aha, interessant.
Meine Pit Picking-OP
Am 23.12 machte ich mich also auf nach Gelsenkirchen. Im Marienhospital waren alle Schwestern, und Mitarbeiter sehr freundlich. Ich kam pünktlich zu meinem Termin dran. ca. 10 Minuten Vorgespräch mit dem Doc, in dem er geduldig auf all meine Fragen einging und insbesondere zu den verschiedenen Krankheits-Erscheinungen bei Männern und Frauen einging sie extra Thema: Sinus pilonidalis bei Frauen). Sehr sympathischer, freundlicher, bescheidener und humorvoller Arzt! Er machte mir Hoffnung das die Pit-Picking Methode bei meiner Symptomatik zu 95% erfolgreich sein würde und bereitete den OP Saal vor.
Nach ca. 10 Minuten Warte-Zeit wurde ich ins OP-Zimmer gerufen. Eine nette Schwester war die ganze Zeit bei mir. Der Doc gab mir die Narkose-Spritze, die zwar nicht gerade angenehm war, aber vor der man wirklich keine Angst haben braucht.
5 Minuten später begann er die etwa 2 minütige Op und ich konnte sogar durch den verglasten Schrank zuschauen. (Muss man nicht. Mich hat es nur interessiert und ich bin abgehärtet von ein paar Kursen Anatomie Habe mir nachher auch anschauen dürfen was er rausgeschnitten hat. Ganz klein und lang nicht so ekelig wie das was man im Internet findet mit Haaren und so. Aber das scheint einer der Unterschiede bei Männern und Frauen zu sein.
Die Schwester verband mich und der Doc sagte, das solle ich 24 Stunden drauf lassen, dann ganz normal duschen und mich ab dem Zeitpunkt nicht mehr um die Wunder kümmern, sondern nur darum, dass meine Unterwäsche nicht dreckig würde – sprich Damenbinde in den Slip legen oder Pflaster drauf. Noch 15 Minuten im Wartesaal warten ob alles gut ist, ein Glas Wasser bekommen, weil mein Kreislauf von der Narkose (oder vom Zugucken
Nach der OP
Einige schreiben, dass sie nach der OP selber mit dem auto zurück gefahren sind. Ich muss sagen, ich bin dankbar, dass ich das nicht machen musste, weil mein Papa dabei war, aber im Notfall wäre auch das sicher gegangen. Ich hatte die ersten Stunden nach der OP gar keine Schmerzen , mir war nur tierisch kalt – der Kreislauf. Am Abend tat es ein bisschen weh, wie die darauf folgenden 2 Abende auch – tagsüber dafür gar nicht. Ab dem vierten Tag brauchte ich kein Pflaster mehr, weil die Wunde nicht mehr blutete oder nässte und Schmerzen habe ich seitdem auch nicht mehr. Nach einer Woche habe ich wieder alles machen können: inklusive Sport und Sauna. Heute 4 Wochen später merke ich überhaupt nichts mehr! Ich hoffe es bleibt so. Der Doc sagte, dass er jetzt ein paar mal junge sportliche Frauen wie mich operiert hätte, die trotz erfolgreicher OP und geheilter Wunde, dennoch ein paar mal noch Schmerzen in nachlassender Intensität gehabt habe, die dann aber irgendwann abklängen.
Nur Mut! Traut euch! Bei Fragen meldet euch gerne,
*smile*
