Beginn einer Fistel ??

Fragen zur Entstehung und den Symptomen einer Steißbeinfistel.

Beginn einer Fistel ??

Beitragvon terra-outlaw am Mo 13. Dez 2010, 20:19

Hallo Ihr Lieben.

Habe inzwischen zu euch gefunden und kannte bis dato überhaupt nichts von der Krankheit.
Anscheined gibt es ja eine ausgeprägte Leidensgruppe.

Wie dem auch sei.

Leider habe ich in letzter Zeit gehäuft Knoten und große, ich sage mal "Pickel" unter den Armen und zwischen den Oberschenkeln. Zwei hatte ich auch am Sackus Phallus.
Leider musste bereits einmal eine solche große entzündete Wölbung an der Schenkelninnenseite aufgeschnitten werden.
Die Vereisung hätten sich die Herren in weiß übrigens sparen können. Ich glaube das war bis dato mein größter punktueller Schmerz, wenn auch nicht von langer Dauer.

Seit 2 Tagen bemerke ich ähnliche Symptome wie sie mir bereits bekannt sind am Ende meiner Po-Spalte. Heute war ich beim Hausarzt und dieser tippte auch in Richtung Fistel. Inzwischen ist es leicht gewachsen und rot. Aber alles zu, kein Blut und nicht übertrieben dick, als könnte man Gefahr laufen eine Explosion zu befürchten.
Die Schmerzen halten sich im Rahmen, Sitzen und liegen macht aber Probleme.
Meine geliebte Verlobte musste mir heute Nacht mit Ihrem Knie auch noch ordentlich eine verpassen, an der bereits geschwollenen Stelle. :shock:

Lange Rede, kurzer Sinn.

Ich habe vom Arzt Tabletten bekommen, Cefaclor 500mg Antibiotikum, welche ich nun eine Woche lang 3x täglich konsumieren soll.

Meine Angst vor einer OP ist gigantisch, resultierend aus den Schockberichten und Bildern im Internet.

Gott sei Dank bin ich recht früh zum Dok und hoffe mir bleibt eine OP erspart. Kann es mir weder beruflich noch in der schönen Weihnachtszeit erlauben.

Wie hoch schätzt Ihr Chancen ein, dass das Antibiotikum Abhilfe schafft.
Was könnte man noch zur Hilfe praktizieren ?
Habt Ihr eine Erklärung für mein häufiges Auftreten von solchen "Geschwüren" ?

Ich freue mich auf viele hilfreiche uns schnelle Antworten.

Alles Beste, liebe Grüße.
terra-outlaw
 
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Re: Beginn einer Fistel ??

Beitragvon mattiportmann am Fr 17. Dez 2010, 01:28

Also bei mir wurde auch zuerst mit Anthibiotikum versucht eine Heilung zu erzielen... am Anfang hat es schon etwas gebracht die Schwellung ging zurück und es war einfach nur noch eine Öffnung...doch nach 3 Monaten war alles wieder da. Diesmal noch schlimmer...ich musste auch operieren....
Meine Ärztin hat mal gesagt die Chancen mit Tabletten auf eine Genesung sind zwischen 1-3 Prozent...
mattiportmann
 
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Re: Beginn einer Fistel ??

Beitragvon pofalte1975 am Mi 29. Dez 2010, 18:56

Hallo,

meine Krankengeschichte ist ähnlich und ich möchte auch gern wissen, welche Ursache massgeblich ist.
Ich hatte zunächst auch öfters "entzündete" Pickel in der Leisten-Gegend. Nach einem ambulanten Eingriff hatte ich damit dann endlich Ruhe.
Die Fistel hatte ich zunächst nicht bemerkt, da ich davon ausgegangen bin, dass es sich um einen "normalen" Pickel handelt. Lange Zeit nach 1. Auftreten bin ich dann zum Arzt und war auch erstmal iritiert.

Das Achselthema hatte ich allerdings nicht.

Vielleicht können wir mal die Lebensgewohnheiten vergleichen:
- Rauchen? ich ja.
- Alkohol? ich ja, alle 4-Wochen auch mal etwas über den Durst
- Übergewicht? ich eigentlich nicht.

Ich habe das Gefühl, dass es mit dem Rauchen stark zusammenhängt. Ach so, ich bin 35 und habe einen relativ stressigen Bürojob.

Gruß Pofalte75
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Re: Beginn einer Fistel ??

Beitragvon Jorya am Do 30. Dez 2010, 21:55

ich finde das auch sehr interesant:

Vielleicht können wir mal die Lebensgewohnheiten vergleichen:
- Rauchen? nein
- Alkohol? nein
- Übergewicht? leichtes
- Tätigkeit 60% stehend/Bewegen rest sitzend
- Freizeit eher Couchpotatoe
Jorya
 
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Re: Beginn einer Fistel ??

Beitragvon terra-outlaw am Fr 21. Jan 2011, 23:11

Hallo Ihr Lieben.

Rückmeldung !

Zwischenzeitlich hat sich meine Fistel, der Arzt will sich nicht genau festlegen (da keine Öffnung), verbessert, war praktisch gar nicht mehr da.
Leider ist seit ein paar Tagen ein kleiner Pickel zu sehen, welcher ein weißes Käppchen trägt, zumindest nach meiner Frau ihrer Beurteilung.
Leider merkte ich heute an der damaligen Stelle wieder eine schmerzhafte Knotenbildung.
Operiert bin ich noch nicht, der Arzt will noch warten. Bin aber in guten Händen in der Uniklinik Heidelberg.

Ach, ich rauche auch, habe viel Stress (Paketfahrer) und trinke gerne hin und wieder ein Feierabendsbier ;)

Bin gespannt was ihr meint.

Ach, ist es schlimm wenn ich versuche die Sache noch weiterhin mit Zugsalbe etc. im Griff zu halten ? Habe erst in zwei Wochen wieder einen Termin.
Habe aber große Angst, dass sich neue "Fistelgänge" bilden, man liest ja so manches im Wörld Weit Web ...

Liebe Grüße, Lukas.
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Re: Beginn einer Fistel ??

Beitragvon Wrexer am Do 16. Feb 2012, 00:15

also auch wenn der Beitrag schon paar wochen zurückliegt kann ich sagen das ne OP nicht schlimm ist. Hatte selber schon 2 davon. Naja schau her es ist so: Zum Chirug gehn kostet nix ausser zeit. tu das mal. Und zum thema OP: du bist dort (in meinem fall war es so) darfst 6-9 stunden nix essen, nix trinken, nix rauchen also "ausnüchtern" und wenns soweit ist bekommt man (weiß nicht bei mir wars so) eine tablette die einem schläfrig macht (ich hab die Ärzte ausgelacht weils bei mir nicht funktioniert hat ;D ) kommst in den OP -> Narkose rein -> aufwachen leichte schmerzen haben wenn man sich bewegt (bin immer am rückenliegend aufgewacht) und dann noch 2 Tag im Krankenhaus liegen und kontrollieren lassen :D

also ist nicht so schlimm
Wrexer
 
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Re: Beginn einer Fistel ??

Beitragvon MeFistel am Do 16. Feb 2012, 00:24

Also, ich habe eine OP unter Garantie noch vor mir und habe auch Angst. Aber die ist völlig unbegründet...Salbe und Tabletten werden das Problem wohl kaum beseitigen.

Zur Entstehung einer Fistel folgendes:

Eine Fistel ist sozusagen ein Tunnel. Dieser entsteht wenn sich Haare in die Haut bohren. Dies können je nach Region die dort wachsenden Haare sein, aber auch Haare von anderen Gegenden die ausgefallen sind. Wenn man zudem noch viel sitzt, erzeugt man eine Reibung und Druck. Das begünstigt das Einwachsen von Haaren. So entsehen fisteln.
Zusätzlich kann Übergewicht das zusätzlich begünstigen. Wer Übergewicht hat, reibt oft seine Oberschenkel aneinander und auch die "Pofalte" ist schmaler als bei Normalgewichtigen.

Nur Mut und lass dich nicht unterkriegen, es hilft außerdem mit einer privaten Person darüber reden, das hilft viel.
Und wie schon gesagt wurde, gehe zu einem Chirurgen und nicht zu einem Arzt der Allgemeinmedizin praktiziert...Chirurgen sind darauf viel besser spezialisiert. Zudem gibt es verschiedene Behandlungsmethoden, schau Mal hier im Forum.
MeFistel
 
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Re: Beginn einer Fistel ??

Beitragvon Wrexer am Do 16. Feb 2012, 00:28

Um die Sache ein wenig aufzulockern. Das coolste an der OP ist die Narkose. Du liegst da 100 Ärzte um dich rum und die fühlst einfach nur wie es beginnt zu kribbeln und es warm wird. Du denkst an was schönes (dein/e Freund/in, dein Lieblingsessen, einen guten Film, was auch immer dir Freude bereitet) und schlafst friedlich ein. Du machst 2 Sekunden später die Augen auf und alles ist vorbei :D
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