Schmerzarme OP-Methode dank Lasertechnik

Fragen zur Operation einer Steißbeinfistel.

Schmerzarme OP-Methode dank Lasertechnik

Beitragvon posterino am Di 12. Apr 2011, 13:22

Hallo liebe Leidensgenossen,
ich litt seit ca. 10 Jahren an einer Fistel am Steißbein. Lange Zeit wusste ich überhaupt nicht, dass es sich um besagtes Leiden handelt, sondern vielmehr um den banalen "Pickel" am Hintern.
In den letzten 2 bis 3 Jahre wurden die Beschwerden jedoch immer stärker und ich machte mich mittels Internet auf die Ursache des Leidens.
Schnell stieß ich auf die Steißbeinfistel (auch Sakraldermoid oder Sinus pilonidalis genannt).
Die Berichte und Bilder von den Bahandlungsmethoden, welche ich hierbei im Internet entdeckte, waren die reinsten Horrorgeschichten. Folglich zögerte ich die Behandlung meines Problems weiter hinaus.
Irgendwann stellte ich mir aber die Grundsatzfrage, ob es nicht lebenswerter ist, wenn ich die ganze Sache angehe und die Fistel entfernen lasse, da ich ja bei den 'normalsten' Dingen wie z.B. dem Autofahren schon Schmerzen hatte und ich mit meinen 37 Jahren doch noch hoffentlich viele Jahre vor mir habe. Frei nach dem Motto "Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende"

Ich machte mich also im Internet auf die Suche nach einer geeigneten Klinik und bin, und da danke ich Gott, auf die "Wallenstein Klinik" in Nürnberg gestoßen.
Ich fragte telefonisch nach einen Termin, welchen ich auch gleich 2 Tage später (29.03.11) bekam.
Die Voruntersuchung bestätigte natürlich nur meine Vermutung, dass ich an einer Steißbeinfistel litt, welche schnellstens behandelt werden müsste.
Ich ließ mir vom Chirurgen Dr. Felix Koc die Vorgehensweise bei dieser OP-Technik erklären, welche sich sehr beruhigend und schmerzarm für mich anhörte. Anbei muss ich erwähnen, dass Herr Dr. Koc die Person verkörpert, welche den Begriff 'Arzt aus Leidenschaft' voll trifft!
Folglich vereinbarte ich für den 04.04.11 meinen OP-Termin.
Für die OP bekam ich lediglich eine Schlafnarkose mit dem Narkosemittel 'Propofol', was den positiven Effekt hat, das man nach dem Aufwachen keinerlei Übelkeit oder sonstige Beschwerden verspürt. Man bekommt beispielsweise schon eine Stunde nach der OP Essen gereicht, welches sehr lecker war.

Ich erwachte wie gesagt aus der Narkose und hatte wie erhofft keine bis minimale Schmerzen. Eine Stunden später kam der operierende Arzt Herr Dr. Koc zu mir ins Zimmer und erkundigte sich nach meinem Befinden. Zeitgleich erläuterte er mir den Eingriff, welcher bei mir durchgeführt wurde. Ich hatte einen 15cm langen Fistelgang, welcher in einem doch etwas umfangreicheren Hohlraum endete (40ml groß, d.h. die Füllung von 2 Schnapsgläsern).
Der Fistelgang und die 'Höhle' wurden mit dem Laser behandelt, was zu einem absterben sämtlicher, für die Entzündung verantwortlicher, Erreger führt.
Ich verbrachte die anschließende Nacht noch zur Beobachtung in der Klinik und verließ diese am darauffolgendem Tag. Bereits drei Tage später war ich wieder auf Arbeit, von welcher ich gerade diesen Erfahrungsbericht schreibe.
Im Nachhinein ärgere ich mich ein wenig darüber, dass ich so lange mit der Behandlung gezögert habe, andererseits gibt es diese OP-Methode erst 2-3 Jahre, sodass sich das Warten doch gelohnt hat.

Ich hoffe, ich konnte vielen die Angst vor einer bevorstehenden OP nehmen, denn es gibt zu den herkömmlichen, u.a. sehr rustikalen Behandlungsmethoden auch noch absolut empfehlenswerte Alternativen.
Wer Fragen hierzu hat, kann sich gerne an mich wenden. Ich helfe gerne weiter.

Bei der Klinik handelt es sich um eine Privatklinik. Nachdem aber die OP und auch die Nachbehandlung absolut überschaubar ist, denke ich, dass die gesetzlichen Krankenkassen nichts einzuwenden haben, wenn sie durch diese Behandlungsmethode Geld sparen können. Bei Bedarf einfach bei der KK nachfragen.

Noch ein Wort für die Kritiker, die ich jetzt vielleicht auf den Plan rufe. Nein, ich bin kein Angestellter dieser Klinik und auch nicht mit dem Arzt verwandt oder verschwägert!
Ich möchte nur meine persönliche Erfahrung weitergeben und den Leidgeplagten eine Alternative aufzeigen, sich viel Schmerz und Leid zu ersparen.

Anbei noch der Link für die Klinik und ein Beweis für die hervorragende Arbeit, die dort abgeleistet wird:
http://www.wallensteinklinik.de
http://www.wallensteinklinik.de/files/210_Nos_6_Bg.pdf
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Re: Schmerzarme OP-Methode dank Lasertechnik

Beitragvon ArnoNuehm am Di 19. Apr 2011, 16:16

danke für deinen ausführlicheb Beitrag posterino!
Ich bin 17 Jahre alt und habe seit kurzem (maximal 3-4 Wochen) eine Streißbeinfistel, und auch ein kleines Loch wo etwas eiter rauskommt!
Ich wollte nicht zum Arzt da ich angst hab vor einer OP wo sie mir gutdeutsch den "arschaufschneiden"
Aber so wie ich be idir gelesen hab wird bei einer Lasermethode nichts aufgeschnitten? und wann war alles/wird bei dir alles richtig verheilt sein?
Ich hab nähmlich Tierisch schiss vor dieser OP und wenn es solche Lasermethode gibt wo man nicht aufgeschnitten wird, wäre spitze!
ich hab auch was von Salben etc. gehört, weißt du zufällig ob sowas wirkt?
ich hoffe du schaust hier nochmal vorbei!
mfg
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Re: Schmerzarme OP-Methode dank Lasertechnik

Beitragvon posterino am Mi 20. Apr 2011, 09:27

Hallo Arno Nuehm,
Salben oder sonstige Mittelchen zum Cremen helfen leider nichts, da diese Dinge nicht den Ursprung des Leidens erreichen und die Erreger auch nicht nachhaltig beseitigen können.
Die Heilung verläuft im Eiltempo, da der Laser gerade mal 1mm stark und die Wunde auch dementsprechend mini ist. Bei mir war es ein Schnitt von ca. 2mm.
Du hast keine offene Wundheilung und die Behandlung ist im Grunde mit dem Lasereinsatz beendet.
Du bekommst noch 2-3 mal etwas Jodpaste in den Fistelgang (ist schmerzlos) und schmierst Dir selbst Betaisadona-Salbe auf Deine Miniwunde (ca. 1-2 Wochen).
Hab keine Angst und lass dich nicht von den Bildern der herkömmlichen Behandlungsmethoden im Internet abschrecken!
Führe einfach ein kurzes Beratungsgespräch mit dem Chirurgen Dr. Felix Koc durch. Dieser wird Dir mit Sicherheit die restliche Angst vor dem Eingriff nehmen.
Viele Grüße
posterino
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Re: Schmerzarme OP-Methode dank Lasertechnik

Beitragvon bitin am Di 17. Mai 2011, 21:29

Klingt ja zu schön um wahr zu sein :D Hätte ich nicht gerade ne offene Wunde würde ich mich da mal informieren lassen.

Hat da noch wer Erfahrung mit?
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Re: Schmerzarme OP-Methode dank Lasertechnik

Beitragvon Tom43Nbg am Do 19. Mai 2011, 16:22

Hallo posterino,

habe mich auch in der Wallensteinklinik informiert und bin begeistert von der OP Technik, leider jedoch weigert sich mene Krankenkasse (KKH) die kosten zu übernehmen. Wie war das bei die ? Kasse oder selbst bezahlt. Wenn du bezahlt hast mit welchen kosten muss ich den rechnen.

Gruß aus Nürnberg
Thomas
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Re: Schmerzarme OP-Methode dank Lasertechnik

Beitragvon Jorya am Di 24. Mai 2011, 17:49

Mich würde auch interessieren, wie und was deine Kasse übernommen hat von den Kosten.

Gruß

Jorya
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Re: Schmerzarme OP-Methode dank Lasertechnik

Beitragvon posterino am Mi 25. Mai 2011, 10:18

Hallo zurück,
die Klinik hat mir zugesichert, dass ich nichts draufzahlen muss.
Ich habe die Rechnung bei meiner Krankenkasse eingereicht und gewartet, was mir diese erstattet.
Den Betrag habe ich dann der Klinik überwiesen und damit war die Sache erledigt.
Viele Grüße
Bernd
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Re: Schmerzarme OP-Methode dank Lasertechnik

Beitragvon Fisteljaner am Fr 27. Mai 2011, 09:12

Hallo,

finde das in der Wallensteinklinik auch genial von der Methode her. Habe daraufhin bei meiner Krankenkasse angefragt, ob Sie die Kosten dafür übernehmen, die Antwort war halt die, dass Sie das garnicht dürfen. Es ist halt eine Privatklinik.

Es gehört nicht zum Leistungskatalog der GKV.

Neue Behandlungsmethoden werden vom Gemeinsamen Bundesauschuss beurteilt. Dieser muß unter anderem feststellen, ob bei der Laserbehandlung ein diagnostischer oder therapeutischer Nutzen nachgewiesen werden kann. Die Laserbehandlung hat der Gemeinsame Bundesauschuss bisher noch nicht beurteilt.

Komisch nur, dass es die AOK wohl bezahlt hat, wenn man dem o.g. LInk glauben darf.
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Re: Schmerzarme OP-Methode dank Lasertechnik

Beitragvon Fisteljaner am Fr 27. Mai 2011, 09:26

nochmal eine frage zur op an sich.

kann man auch mit dem laser behandeln, wenn man einen chronisch fistelnden Abszess hat? quasi eine wunde nicht zuwachsen will?

nicht nur ein pickelchen, der sich als fistel äußert?
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Re: Schmerzarme OP-Methode dank Lasertechnik

Beitragvon posterino am So 29. Mai 2011, 11:10

Hallo Fisteljaner,
ich hatte mich im Vorfeld ausgiebig mit Dr. Koc wegen der Behandlungsmethode unterhalten.
Er sagte mir u.a., dass er Patienten behandelt hat, die seit 2 Jahren sogar an Unikliniken mit zig Operationen in Behandlung waren und keine Besserung eingetreten ist. Die Methode mit Laser hatte in kürzester Zeit zur Linderung der Beschwerden beigetragen und nach gewisser Zeit waren die Patienten wieder voll genesen.
Wenn Du einen chronischen Abszess hast, bist Du eigentlich die Art Patient, die für die Laserbehandlung prädestiniert ist.
Das Problem wird natürlich, wie Du schreibst, Deine Krankenversicherung sein was ich nicht verstehen kann, da ja in der Summe mit Nachsorge etc. die Behandlung mit Sicherheit günstiger ist. Man denke nur an die offene Wundheilung mit unzähligen Arztbesuchen oder Heimpflegedienst.
Ich selbst bin ja nicht 'privatversichert' sondern auch nur 'beihilfeversichert' bei der Postbeamtenkrankenkasse.

Nachdem mich Dr. Koc zu 100% mit seinem Können überzeugt hat, habe ich mir ja im Nachgang noch meine Hämorrhoiden (4.Grades!!!) mittels Laser operieren lassen. Eine ähnliche OP hatte ich schon mal 1996 mit der herkömmlichen Methode und habe somit gute Vergleichsmöglichkeiten.
Ich kann nur sagen, ein Unterschied von Tag und Nacht was Schmerzen und Nachsorge angeht.
Auch diesen Eingriff hat meine Krankenkasse anstandslos bezahlt und ich musste keinen Euro draufzahlen.
Probiere es einfach nochmal bei Deiner KK und sei stur mit Deinen Argumenten.

Hoffentlich konnte ich Dir ein wenig weiterhelfen!

Viele Grüße
Bernd
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