Schmerzarme OP-Methode dank Lasertechnik

Fragen zur Operation einer Steißbeinfistel.

Re: Schmerzarme OP-Methode dank Lasertechnik

Beitragvon freiberufler am Mi 1. Feb 2012, 01:37

Die Rechnung die mir vorliegt ist schon etwas über 4000 €...mehr als die Hälfte von 10.000 €.

Ich werde morgen nochmal in die Klinik fahren weil das eine OP Loch zu schnell zugewachsen ist und nochmal geöffnet werden muss. Ansonsten ist bei mir alles Prima! Hab auch den Zeh mit Laser behandeln lassen, dieser war eingewachsen und die Emmert Plastik wurde durchgeführt. Auch das sieht sehr gut aus.

Sollte nochmal eine Fistel kommen, lass ich die wieder so operieren. Aber ich hoffe das passiert nicht.
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Re: Schmerzarme OP-Methode dank Lasertechnik

Beitragvon posterino am Mi 1. Feb 2012, 15:50

Hallo Freiberufler,

mit der höheren Rechnung hast Du sicherlich Recht.
Nur kommt die Klinik "Selbstzahlern" entgegen und reduziert den eigentlichen Rechnungsbetrag was ich wirklich sehr sozial finde, wohingegen Sie bei Privatpatienten den 'normalen' Kassensatz verrechnet.
Somit liegt Ihr beide richtig ;)

Ich wünsche allen Fistelgeplagten eine schnelle Genesung!

Zu meinem Heilungsverlauf kann ich sagen, dass ich im April 2011 von Herrn Dr. Koc behandelt wurde und seitdem beschwerdefrei bin. Toi Toi Toi

Sollte noch jemand Fragen zur Laserbehandlung haben, gebe ich, sofern mein Wissen als Laie ausreicht, immer gerne Auskunft.

Viele Grüße
Bernd
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Re: Schmerzarme OP-Methode dank Lasertechnik

Beitragvon toto am Sa 4. Feb 2012, 13:13

Hallo,

auch ich bin in der Wallensteinklinik von Dr.Koc an einer Steißbeinfistel operiert worden. Es war ein schwerer Befund, den mir mehrere Ärzte bestätigten. Bei herkömmlicher Methode hätten sie mir einen Hautlappen von 12cm Durchmesser rausschneiden müssen. Ich hätte mind.eine Nachoperation gehabt, und 6 bis 12 Monate wäre ich arbeitsunfähig gewesen.
Ich danke Gott jeden Tag dafür,daß ich diese Klinik gefunden habe. Da ich 1975 das letzte mal operiert wurde, hatte ich Angst vor Vollnarkose. Das Team der Wallensteinklinik hat mir die Angst genommen. Ich bin dort richtig herzlich aufgenommen worden und mit einem Lächeln in den OP gegangen.
Meine OP-Narbe bestand aus sechs kleinen Löchern, die von innen zuwachsen. Schmerzen hatte ich keine und von der Narkose hatte ich überhaupt keine Nachwirkungen gespürt. Im Gegenteil: Ich bin richtig erholt aufgewacht. Das liegt daran, daß neuste Narkosemittel (Propofol) eingesetzt werden. Dr.Koc ist Arzt aus Leidenschaft, das merkt man immer wieder. Er lebt für seine Patienten und seine Arbeit. Er hat diese Methode entwickelt und ist ein Meister auf dem Gebiet. Die Behandlung durch die Krankenschwestern war hervorragend. Ich habe mich nicht wie in einer Klinik gefühlt, sondern wie zu Hause. Dort kochen die Schwestern selber und es wird auf individuelle Wünsche eingegangen. Dr.Koc ist jederzeit für seine Patienten ansprechbar und nimmt sich Zeit für Fragen. Auch wenn man schon entlassen ist, gibt er telefonisch gerne Auskünfte und Hilfestellungen.
Meine Frau wurde für die Nachbehandlung der Wunde eingewiesen. Es müssen zweimal am Tag mit einer Spritze (ohne Nadel!)die Löcher mit Betaisodona gespült werden. Das tut überhaupt nicht weh und kann auch von nicht Gelernten problemlos erledigt werden. Sogar meine 6 jährige Tochter hat dieses einige Male gemacht (sie möchte Ärztin werden). Die vollständige Heilung dauerte ca. 2Monate, aufgrund der Schwere. Nach 5 Wochen konnte ich schon wieder arbeiten (sitzende Tätigkeit!). Von anderen habe ich gehört, daß sie sogar schon nach 3 Wochen wieder zur Arbeit gehen konnten. Laufen konnte ich sofort nach der OP. Das Sitzen ging auch, aber natürlich noch nicht so lange in einem Stück - wie gesagt, ich war ein schwerer Fall.
Da ich gesetzlich versichert bin, war es eine Einzalfallentscheidung meiner Krankenkasse, ob sie das übernehmen. Als Selbstzahler kommt die Klinik einem entgegen, was nicht selbstverständlich ist, da die speziellen Laser sehr teuer sind. Aufgrund der Schwere entschloß sich meine Krankenkasse zum Glück mit der Zahlung.
Der Geschäftsführer Herr Ünver ist sehr nett und hilfsbereit. Man wird in dieser Klinik nicht alleingelassen. Mein Hausarzt und meine Freunde (unter denen auch Ärzte sind) waren völlig begeistert von dieser schnellen Heilung mit den nur kleinen Wunden.
Ich kann Euch nur raten, geht mit Eurer Steißbeinfistel in die Wallensteinklinik zu Dr.Koc. Auch wenn Ihr nichts von Eurer gesetzlichen Krankenkasse dazubekommt, überlegt Euch, was Ihr weniger an Krankengeld bekommen würdet und von der Lebensqualität ganz zu schweigen! Ich hoffe, daß die gesetzlichen Kassen diese Methode in Ihren Katalog aufnehmen, denn sie müssen ja das Krankengeld bezahlen...und das ist in vielen Fällen teurer als diese OP. Ich jedenfalls würde immer wieder dorthin gehen. Meiner Krankenkasse schreibe ich auch einen Bericht - vielleicht entscheiden sie sich ja für die generelle Übernahme.

Viele Grüße

Toto
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Re: Schmerzarme OP-Methode dank Lasertechnik

Beitragvon toto am Sa 4. Feb 2012, 13:34

Hallo SF4321,

zu Deinen Fragen:

Erstmal mußt Du zu Deinem Hausarzt. Der kennt in der Regel diese neue OP-Methode nicht. Mein Hausarzt stand dieser Sache aber sehr aufgeschlossen gegenüber.
Dann gehst Du -mit oder ohne Segen Deines Hausarztes- zur Untersuchung in die Wallensteinklinik. Dort gibst es auch ein Attest für die Krankenkasse. Wäre gut, wenn Dein Hausarzt auch so eines ausstellt, denn zwei Meinungen sind besser.
Die Krankenkasse undedingt vorher informieren!!! Die Zusage brauchst Du vorher, sonst zahlen die gar nichts.
Wenn sie sich entscheiden für die Übernahmeder Zahlung, dann zahlen sie die Fallpauschale. Das ist die Summe, die auch das Krankenhaus für die herkömmliche OP-Methode bekommen würde, sind ca. €2.800,-.
Von Rückfällen bei der neuen Methode in der Wallensteinklinik habe ich noch nichts gehört.
Ich hoffe, ich konnte Dir etwas helfen. Und wenn eine OP nötig ist, geh zu Dr.Koc, Du wirst es nicht bereuen.

Viele Grüße

Toto
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Re: Schmerzarme OP-Methode dank Lasertechnik

Beitragvon freiberufler am Mo 6. Feb 2012, 00:15

So.

Kurzer Zwischenbericht:

Ich hatte am 03.01 die OP, am 06.01 (Freitag) wurde ich entlassen. Hatte nie richtige "Schmerzen", es ist eher ein unangenehmes Druckgefühl gewesen wenn die Hose oder etwas dagegen gedrückt hat. Wie wenn man auf einen Bluterguss drückt. Das ging aber relativ zügig vorbei und ich war wieder unterwegs mit Freunden etc. musste aber immer zwei mal am Tag mit Betaisadona gespritzt werden, Hat am Anfang mein Vater übernommen (Facharzt), irgendwas hatte da nicht geklappt oder wir haben es mal vergessen...jedenfalls war es dann kurz entzündet. Habe daraufhin die Dosis vom Spritzen auf 3 mal am Tag erhöht und penibel die Zeiten eingehalten, dann wurde alles gut. Leider ist ein Loch etwas zu schnell zugewachsen, das wurde nochmal aufgelasert von Dr. Koc. Ambulant und ohne richtige schmerzen "die Spritze piekst etwas...)

Jetzt habe ich den Pflegedienst der mich versorgt hat nachdem ich wieder nach Stuttgart bin gekündigt, weil das Loch gut sichtbar und zugänglich ist und ich die Spritze selbst ansetzen kann. Die Leute vom Pflegedienst hatten sich teilweise nicht getraut da durch zu stechen und dann mach ichs lieber gleich selbst. Tut auch nicht weh, man spürt sehr gut was man da tut.

Ich bin noch krank geschrieben, aber alles heilt hervorragend. Auch mein Zeh wurde operiert (Emmert Plastik), ich hatte zu keiner Zeit schmerzen. Nur in der Heilungsphase wurde er etwas rot und hat ab und zu ein bisschen "gezogen", ging aber auch recht schnell vorbei.

Fazit bisher:

Sehr überzeugt von der Methode, wenn diese Fistel für immer weg bleibt (und das hoffe ich sehr) bin ich absolut zufrieden, ansonsten lasse ich es nochmal lasern. Mein Zimmerkollege hatte die normale OP und 3 Monate schmerzen gehabt...

Das ist jetzt etwas chaotisch...kann nicht schlafen weil zu viel schwarzer Tee...:D

Wer noch fragen hat, bitte. Ich beantworte sie soweit möglich.

Zur Krankenkasse noch:

DKV hat bisher nicht gezickt. Mal sehen ob das so weiter geht.
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Re: Schmerzarme OP-Methode dank Lasertechnik

Beitragvon freiberufler am Di 14. Feb 2012, 22:10

Nur so ab vom Thema:

Hab heute meinen Zehnagel auf der andren Seite operieren lassen per Laser in der Klinik.
2 dicke Pluspunkte: Ich konnte beim Lasern zusehen, unglaublich das mal selbst zu sehen...sehr präzise und mit hoher Leistung.
Dazu die Betäubungsspritze die bei der Oberst Leitungsanästhesie normalerweise recht schmerzhaft ist und absolut harmlos von Dr. Koc vorsichtig und professionell durchgeführt wurde.

Bin vom Lasern und der Klinik überzeugt.
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Re: Schmerzarme OP-Methode dank Lasertechnik

Beitragvon Christina am Di 28. Feb 2012, 12:39

Guten Tag,
hab jetzt ein paar fragen, und wurde mich SEHR freuen wenn Ihr mir weiter helfen konnt:
Das Erste mal wurde ich for ca 13 Jahren operiert "steissbeinfistel" die Wunde wurde offen gelassen, nach ca 6 Monaten kann wie Fistel wieder, ich wurde erneut operiert, und zwar wurde alles bis an den Steisbeinknochen alles sauger gemacht, und danach wurde die Tiefe Wunde genaht.
Seit Jahren hab ich wieder probleme mit der Fistel, neben der Wunde platzt es au, kommt Eiter raus, und dann heilt es wieder zu, aber seit ca 1 Monat hab ich sehr starke schmerzen, und das Eiter kommt nicht raus. Ich war bein Chirurgen, er meint ich muss operiert werden...
Das ist aber fur mich unmoglich ich hab ein kleines Baby.
Bitte helfen sie mir, weiss nicht weiter was ich machen muss.
und wie schlimm/gefahrlich sind eigentlich diese Fisteln....

Vielen Dank
Christina
 
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Re: Schmerzarme OP-Methode dank Lasertechnik

Beitragvon freiberufler am Di 28. Feb 2012, 14:22

Sehr gefährlich wenn an sie nicht operieren lässt. Das kann dann bis zur dauerhaften Inkontinenz führen im Extremfall.
Kann die Klinik empfehlen, auch mit Baby kein Problem denke ich. Das Baby für 3-4 Tage entweder mitnehmen in die Klinik wenn das möglich ist (ich denke schon...es gibt ein Einzelzimmer) oder eben irgendwie zur Oma. Nach 3-4 Tage ist man wieder fit um sich um das Baby zu kümmern.
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Re: Schmerzarme OP-Methode dank Lasertechnik

Beitragvon Christina am Di 28. Feb 2012, 16:37

kann man auch davon sterben???
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Re: Schmerzarme OP-Methode dank Lasertechnik

Beitragvon Stevie-1984 am Mi 29. Feb 2012, 10:55

Hallo Christina,

ich habe deine Bedenken mitverfolgt.
Gerade wenn du ein Kind hast, solltest du an einer schnellen Heilung interessiert sein. Ich kann hier die Lasermethode empfehlen, da du dann wirklich schnell wieder fit bist.
Für dein Kind findet sich mit Sicherheit eine Betreuung; entweder in der Familie, oder einfach mal beim Jugendamt nachfragen.

Eine Steißbeinfistel an sich ist nicht ungefährlich. Von Todesfällen habe ich persönlich noch nicht gehört. Es kann allerdings bis auf das Steißbein gehen und den Knochen angreifen.
Zudem ist Eiter an sich ja nicht ungefährlich, die Risiken allgemein bekannt.

Zusammengefasst: möglichst schnell behandeln - hier wird wohl nur eine OP helfen!
Stevie-1984
 
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