Schmerzarme OP-Methode dank Lasertechnik

Fragen zur Operation einer Steißbeinfistel.

Re: Schmerzarme OP-Methode dank Lasertechnik

Beitragvon tom18091979 am Fr 20. Jan 2012, 15:26

Hallo Sophia,

wie bereits angekündigt war ich am Mittwoch in der Wallensteinklinik. Ich muß dazu sagen, dass ich mir die Klinik etwas größer vorgestellt hatte da auf der Homepage der gesamte Komplex zu sehen war aber sich die Klinik nur auf einem Stockwerk des Gebäudes befindet. Wohl um die 6-8 Patienten können gleichzeitig stationär aufgenommen werden. Nach kurzer Wartezeit wurde ich von Dr. Koc und seiner OP-Gehilfin untersucht. Dr. Koc war etwas geschockt und meinte dass wir schnellstmöglich "operieren" sollten da er noch weiteres Loch, welches sich sehr nahe am After befindet festgestellt hat. Diese Öffnung hat von den anderen Ärzten noch garkeiner entdeckt, da sie sehr mit Haaren bedeckt ist. Da sich dieser Fistelkanal sehr nahe am Darm befindet sollte schnellstens was dagegen gemacht werden.

Mir wurde erklärt, dass die Ursache für das Entstehen des Sinus-piladonis eine ganz andere wäre als das was mir seit 2007 von den ganzen Ärzten erklärt wurde. Anscheinend ist so, dass es sich hierbei um Microembryonen handelt, welche insbesondere im Bereich des Kreuzbeines/Steißbeines vermehrt ansässig sind. Diese befinden sich der Knochenhaut und können nicht mal mit einem scharfen Schöffel abgeschabt werden. Ob das so ist kann ich natürlich nicht sagen aber ganz ehrlich, wenn ich logisch darüber nachdenke kann die Ursache auch kein eingewachsenes Haaar mehr sein da bei mir schon so viel Gewebe (5 OP´s)entfernt wurde dass da kein Haar mehr ist!? Demzufolge kann es eigentlich nur eine innere Ursache sein weshalb es bei mir nicht mehr heilen möchte bzw. die Wunde nicht zu geht. Ich habe in der Vergangenheit bereits alles versucht..Heilpraktiker mit Weißheitszähne ziehen, Entschlackungskuren bei denen ich an die 18 Kilo verloren habe und und und..nichts gebracht!! Somit setze ich jetzt auf den Laser. Zur OP: Ich habe gleich für Montag meinen OP-Termin. Wegen meines großen Befundes soll ich bis Freitag bleiben da Dr. Koc die Nachbehandlung so lange wie möglich selber machen möchte. Blutwerte und EKG wurden gleich vor Ort gemacht damit ich das nicht mehr bei meinem Hausarzt machen lassen muß. Somit kann man gleich durchstarten. Parken kann mann übrigens in der Hauseigenen Tiefgarage. Nach Hause fahren können 95% der Patienten selbst, da sie bis dahin gut sitzen können.
Ablauf der OP: Es werden nur kleine Hilfsschnitte gesetzt über die dann der Laser eingesetzt wird. Die Microembyonen welche sich in der Knochenhaut befinden werden zu Kohle verbrannt. Das gesamte Bereich wird absolut steril. Auch hier soll die Erfolgsquote sehr hoch sein dass ich endlich vollständig geheilt werde.

Ich habe in der Vergangenheit bereits alles versucht..Heilpraktiker die mir das Ziehen der Weißheitszähne empfohlen haben, Ernährungsumstellung/Entschlackungskuren bei denen ich an die 18 Kilo verloren habe und und und..nichts hat was gebracht!!

Somit setze ich jetzt auf den Laser!

Bis dahin

Gruß Tom
tom18091979
 
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Re: Schmerzarme OP-Methode dank Lasertechnik

Beitragvon Sophia am Fr 20. Jan 2012, 18:43

tom18091979 hat geschrieben:
....

Somit setze ich jetzt auf den Laser!




Hallo Tom,
ganz lieben Dank für deinen ausführlichen Bericht.

Das mit den "Embryonalzellen" hab ich auch schon mal wo gelesen im Netz.... und klingt irgendwie schlüssig (für mein Laienverständnis), dass nicht nur ein paar eingewachsene Haare für solche großen Entzündungen verantwortlich sind,...

Klasse, dass du so schnell einen Termin gekriegt hast und ich drück dir fest die Daumen, dass die Behandlung gut verläuft und du danach komplett geheilt bist .

Liebe Grüße und alles Gute,
Sophia
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Re: Schmerzarme OP-Methode dank Lasertechnik

Beitragvon SF4321 am Di 24. Jan 2012, 11:00

SF4321 hat geschrieben:Hallo,

auch ich bin ein Betroffener. Meine Fistel habe ich ca. 2,5 Jahre. Ganz am Anfang war ich mal bei meinem Hausarzt und sprach ihn darauf an. Er untersuchte die Öffnung und wollte abwarten, ob es von alleine verheilt. Ich bin zwar jedes Quartal beim Doc (Diabetiker) habe ihn aber nicht mehr darauf angesprochen. Zum einen, weil es mir keine Probleme bereitete und zum anderen war natürlich ein gewisses Verdrängen dabei. So, nun habe ich mich aber mittlerweile etwas informiert und möchte mich auf keinen Fall nach der herkömmlichen Schneidmethode operieren lassen. Grund ist die lange Heilungsdauer, die Infektionsgefahr usw. Auch muss man dabei beachten, dass der Arbeitgeber doch nicht erfreut ist, wenn man über sechs Wochen ausfällt und natürlich ist dann auch der finanzielle Aspekt von Gewicht. Nach der sechsten Woche gibt es Krankengeld! So, nun habe ich hier im Forum etwas von der Pit-Picked-Methode gelesen und auch von der Rückfallhäufigkeit. Somit tendiere ich eher zur Laser-Methode. Auch ist die Wallensteinklinik etwa 130km entfernt und somit recht nah.
Meine Fragen an alle Behandelten wären folgende:

- Wie vorgehen? Erst zum Hausarzt, dann Untersuchungstermin in der Wallensteinklinik, dann gesetzl. Krankenkasse kontaktieren? Wie seid ihr vorgegangen?
- Was zahlt die gesetzlichen Krankenkasse? Einen Teil oder nichts?
- Gesetzliche Krankenkasse vorher kontaktieren oder erst danach?
- Wie lange ward ihr krankgeschrieben? Habe eine sitzende Tätigkeit?
- Wer hatte schon einen Rückfall?
- Benötigt man eine Überweisung vom Hausarzt?
- Habe bei der Pit-Picking-Methode gelesen, dass manche gleich wieder auf die Arbeit gegangen sind. Geht es hier auch?
- Wie lange hattet ihr diese Fistel schon bevor es operiert wurde?
- Wurde bei jemanden auch eine OP aus medizinischen Gründen abgelehnt und mit einer anderen Methode operiert?

Ich weiß, Fragen über Fragen. Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie mir jemand beantwortet.

Cu, F.


Hallo,

kann denn niemand meine Fragen beantworten? Wer ist denn - als gesetzlicher Kassenpatient - schon "gelasert" worden?

Cu, F.
SF4321
 
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Re: Schmerzarme OP-Methode dank Lasertechnik

Beitragvon pyrro am Di 24. Jan 2012, 12:30

Was ist das denn? Ich hab grad bei der Klinik angerufen und gefragt ob man sowas mit Laser behandelt und die Dame am telefon sagte nur das sich das ein Chirug ansehen muss und wir es nicht behandeln?
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Re: Schmerzarme OP-Methode dank Lasertechnik

Beitragvon pyrro am Di 24. Jan 2012, 13:14

sorry falscher alarm ich idiot hab ohne vorwahl angerufen hat mich zu ner ganz anderen klinik geleitet :mrgreen:
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Re: Schmerzarme OP-Methode dank Lasertechnik

Beitragvon tom18091979 am Sa 28. Jan 2012, 22:44

So, wie versprochen berichte nun weiter von meiner Erfahrung mit der Laserbehandlung und der Woche in der Klinik.

Am Montag hatte ich meine OP. Erschreckend fand ich, dass gleich mehrer Patienten mit der gleichen Krankheit vor Ort waren und man meinen könnte dass es nur noch diese eine Krankheit gibt. Nun gut. Ich kam gleich in der Früh dran. Als ich danach aufwachte ging es mir gut. Ich hatte somit keine Probleme mit der Narkose. Auf meinem Gesäß befand sich ein verhältnissmäßig kleiner Verband. Die Schmerzen hielten sich in Grenzen. Es fühlte sich an wie ein großer Bluterguss. Aber das ist natürlich von Person zu Person unterschiedlich und ich kann nicht für die Allgemeinheit sprechen. In den folgenden Tagen wurde regelmäßig in die kleinen Löcher, in die der Laser eingeführt wurde Betaisadona eingespritzt. Auch eine Tamponade wurde eingeführt damit die Wunde künstlich offen gehalten wird und alles ablaufen kann. Diese wurde auch täglich gewechselt. Am Freitag konnte nun die Tamponade vollständig entfernt und weggelassen werden da die 5 Tage ausreichen. Freitag morgen wurde ich nach dem Verbandwechsel entlassen. Ich konnte gut sitzen und fuhr selbst mit dem Pkw nach Hause. Ich bekam eine Anleitung wie es daheim weitergeht..

Jetzt spritze ich 2xtäglich die Creme ein und lege nur eine 10x20cm Kompresse in die Unterhose. Das reicht aus. Es muß nichts geklebt werden, da der Kleber auf Dauer eh nur die Haut entzündet und es schrecklich zu jucken anfängt. Davon kann ich aus der Vergangenheit ein Lied singen. Heute, am Samstag, habe ich das erste Mal geduscht. Was für ein tolles Gefühl. Es ist kein Problem wenn das Wasser über die Wunden läuft. Danach habe ich alles wieder mit Betaisadona eingespritzt. Dr. Doc meinte, dass ich die Creme so lange wie möglich anwenden soll. Wenn alles entzündungsfrei ist, wird der Körper sehr schnell anfangen die Hohlräume und Öffnungen zu verschließen. Ich spüre täglich, dass immer weniger Creme rein geht. Wenn alles so weiter geht, gehe ich am Mittwoch schon wieder in den Dienst :) *freu*. In 2 Wochen fahre ich zur Nachkontrolle nach Nürnberg. Mal sehen wie es sich bis dahin entwickelt hat. Dann berichte ich euch natürlich wieder..

Grüße Tom
tom18091979
 
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Re: Schmerzarme OP-Methode dank Lasertechnik

Beitragvon Fistula am Di 31. Jan 2012, 18:32

Hallo Zusammen,
da mir die Erfahrungsberichte hier sehr weitergeholfen haben, möchte ich mich hier nun auch mal äußern.

Meine Vorgeschichte: vor ca. 3 Jahren hatte ich meinen ersten Steißbeinabszess. Dieser wurde ambulant eröffnet u heilte schnell zu. Ich dachte, damit wär die ganze Sache erledigt. Hatte auch lange Ruhe bis jetzt kurz vor Weihnachten. Der Arzt hat gesagt, dass das kleinflächig nichts bringt und alles entzündete rausgeschnitten werden müsste. Hat es dann aber doch erstmal ambulant eröffnet um mir Weihnachten zu retten.

Zu dem Zeitpunkt habe ich schon angefangen zu recherchieren, welche Alternativen es zu der Metzgermethode gibt. Aber wenn ich ehrlich bin, hab ich schon gehofft, dass ich es erstmal weiter ignorieren kann. Die Wunde ist nur langsam zugeheilt und so vor 2 Wochen hatte ich wieder ziemliche Schmerzen. Dachte nur, dass sich vielleicht die Wunde entzündet hat u bin zum Arzt geganven (ein anderer als der, der geschnitten hat, weil ich über Weihnachten bei meinen Eltern war).

Dieser Arzt hat mich sowas von fertig gemacht, dass ich da nur noch heulend raus gerannt bin. Er hatte definitiv Recht, dass da dringend was gemacht werden muss, aber die Art wie er mit mir umgegangen ist war echt das Letzte. Er hat sich die Wunde auch gar nicht angeschaut und wollte, dass ich sofort ins nächste Krankenhaus gehe. Hab dann gesagt, dass ich das lasern lassen will. Seine Antwort: Hat er noch nie was von gehört, kann ja nix taugen . Hallo? Naja, er wusste einfach alles besser und zu meinen Ängsten vor der konventionellen OP meinte er nur, ich solle mich nicht so anstellen.

Am nächsten Tag also in der Wallensteinklinik angerufen und zwei Tage später hatte ich meinen Untersuchungstermin bei Dr. Koc. Komme aus Köln, aber die Fahrerei hat sich gelohnt. Er hat 5 Fisteln gefunden und einen großen Hohlraum unter dem Abszess. Hab gleich für die nächste Woche einen Termin bekommen und hier bin ich jetzt. Bin Sonntag Abend mit dem Zug angereist und gestern war die OP. Es ist alles gut gelaufen, war aber wohl wirklich kurz vor knapp, weil die alte Narbe kurz vorm aufreißen war und das hätte ne üble Entzündung geben können. War auch schon sehr in der Nähe vom Darm.

Nach der OP bin ich auf dem Rücken liegend aufgewacht und hatte bis jetzt keine Schmerzen. Wobei auf dem Rücken liegen etwas unangenehm ist, aber Sitzen ist kein Problem. Heute war der erste Verbandswechsel, war nicht schön aber hatte ich mir echt schlimmer vorgestellt. Momentan ist eigentlich die Langeweile mein größtes Problem, aber damit kann ich ganz gut leben :D

Da der Eingriff bei mir etwas größer war, soll ich noch bis Freitag hierbleiben. Danach muss die Wunde zu Hause weiterversorgt werden. Das wurde hier ja auch schon mehrfach beschrieben. Ich bereue es kein bißchen, dass ich mich für die Wallensteinklinik entschieden habe. Und das obwohl ich es selber zahlen muss, weil meine gesetzliche KV nicht zahlen will (Barmer). Aber auch da ist das letzte Wort noch nicht gesprochen...

Falls jemand noch Fragen hat, kann er mir gerne auch eine Mail schreiben an Lara2602@web.de Da krieg ich es eher mit, da hier schreiben mit dem Handy nicht ganz so komfortabel ist.
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Re: Schmerzarme OP-Methode dank Lasertechnik

Beitragvon SF4321 am Di 31. Jan 2012, 19:37

Zuerst einmal an Euch eine gute Genesung.

An Fistula: Von welcher Kostenhöhe spricht man eigentlich bei einer solchen Laser-OP?

Cu, F.
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Re: Schmerzarme OP-Methode dank Lasertechnik

Beitragvon Fistula am Di 31. Jan 2012, 20:32

Danke.
Das kann man nicht so pauschal sagen, aber bei mir waren es etwas über 4000 euro.
Fistula
 
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Re: Schmerzarme OP-Methode dank Lasertechnik

Beitragvon mugel am Di 31. Jan 2012, 20:51

hallo,

ich kann nur sagen, dass die OP zwar teuer ist, aber die Nachbehandlungen sind immer kostenlos, egal wie oft du diese in Anspruch nimmst. Dr. Koc ist Arzt aus Leidenschaft, sehr geduldig und einfach immer für einen da. Kann ich nur empfehlen. :lol:
mugel
 
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