Meine Story! Das langsamzuwachsende Loch.

Fragen zur Operation einer Steißbeinfistel.

Meine Story! Das langsamzuwachsende Loch.

Beitragvon ikbinz am Sa 17. Dez 2011, 01:04

Hi,

Ich habe bei mir vor ca. 4 Monaten dieses hässliche Ding entdeckt.
Erst nach einem Monat traute ich mich zum Hausarzt damit, welcher mich sofort zur Chirurgie verwies.

Dort angekommen, hat einer der sich damit auskennt das kleine schwarze Loch ausgesäubert - huch, das hat weh getan! - mit so einem spitzen Ding rein und man sah wie einige Haare dran hingen.
Dieser meinte, ich sollte noch einmal zurück kommen. 1 Woche später war ich wieder da. Jetzt meinte er, eine OP ist auf jeden Fall notwendig. Gut, also, 3 Wochen später solle ich operiert werden.

Vollnarkose, usw .. alles okay. Beim Aufwachen spürte ich gar nichts. Auch den ganzen Tag lang im Krankenhaus war von Schmerzen keine Rede, 3 mal täglich "Dafalgan" genommen.
Bisher habe ich die Wunde noch nicht gesehen.
Als der Chirurg am nächsten Morgen zu mir kam, meinte er, er musste ziemlich tief schneiden, sogar teils vom Knochen (5cm). Einen Tag später konnte ich schon wieder nach Hause.

Seit einem Monat war ich wöchentlich beim Chirurg zur Kontrolle. Alles okay meinte er, nur die Wunde wächst etwas langsam zu.
Täglich kommt nun eine Krankenschwester vorbei, um die Wunde zu säubern, Tamponage, ... Alles okay. Sogar sitzen konnte ich.

Nach 3 Tagen gings dann los. Abends konnte ich weder auf dem Rücken noch der Seite liegen da alles schmerzte, trotz regelmäßiger Schmerztabletten Einnahme. Die Krankenschwester meinte, alles wäre okay. Es seie normal ..
Naja gut. 2 Wochen hatte der Arzt mich krankgeschrieben. Bis dahin soll doch alles wieder okay sein!

Bei der nächsten Kontrolle erklärte ich auch ihm dass die Schmerzen schlimmer wurden, alles seie okay - und bekam daraufhin noch andere Schmerztabletten. Ich solle jetzt 3 Wochen anstatt 2 zuhause bleiben. Gut .. Ich mein, ich sitze 8 Stunden am Tag auf der Arbeit, nicht gerade Ideal.

1 Monat später, beim Chirurg, kurz nach wieder Arbeitsbeginn. Die wunde ist faszinierende 1.5cm zugewachsen, in einem Monat (!!!), also gut, noch 3.5cm und dann ist alles vorbei! Eventuell heilt es so langsam, weil ich so viel sitzen muss? Keine Ahnung. Jedoch kann ich euch sagen, die regelmäßigen Besuche der Krankenschwester nach der Arbeit sind unglaublich nervig. Hallo, verband wechseln, danke, tschüss. Täglich eine andere Krankenschwester. Vor allen wenn die gerne mal 1 Std. zu spät kommen als abgemacht. :roll:

Bilanz:
-> (Nov.) 5cm tiefes Loch anfangs.
-> (Dez.) Nach 1 Monat: 3.5cm tiefes Loch.
-> (Jan.) Schätzung: Nach 2 Monaten: 2.0cm tiefes Loch.
-> (Feb.) Schätzung: Nach 3 Monaten: 0.5cm tiefes Loch.

Ich kann mir kaum vorstellen dass das jetzt noch 2 Monate lang so weiter gehen soll. Dauernd merke ich dass es hinten nass wird, beim ändern der Sitzposition bekomme ich manchmal einen richtigen Schlag wegen den Schmerzen.

Wie ist eure Erfahrung?
Kann man die Heilung irgendwie beschleunigen?
Gibt's hier noch jemand der 8 Stunden täglich im Büro sitzt mit dieser fiesen offenen Wunde?
ikbinz
 
Beiträge: 4
Registriert: Di 23. Aug 2011, 18:12

Re: Meine Story! Das langsamzuwachsende Loch.

Beitragvon optimist am Sa 17. Dez 2011, 11:17

Hallo ikbinz,

nun, ich hatte meine OP mitte November: Das Loch war ca. 12 cm lang, 4 cm breit und 3 cm tief. Meine Frau hat es ausgemessen. ;)
Bei mir wurde an einer Stelle auch bis zur Knochenhaut runter geschabt. An der Stelle wächst es viel langsamer zu als sonst. Denke, dass das normal ist hnd weil sie bei dir ja offenbar stark an den Knochen geschnitten haben, ist das wahrscheinlich der Grund fürs langsame Zuwachsen. grundsätzlich aber ist zu sagen, dass die Zuwachskurze eponentiell ansteigt, sprich: die ersten 3-4 Wochen nur langsam und dann plötzlich gehts voran. Du kannst die Lochtiefe also nicht einfach linear hochrechnen aufgrund der ersten Wochen. Wirst sehen, plötzlich gehts ab! ;)
Wünsche gute Heilung!
optimist
 
Beiträge: 27
Registriert: Mi 14. Dez 2011, 09:38

Re: Meine Story! Das langsamzuwachsende Loch.

Beitragvon smartie am Sa 17. Dez 2011, 17:57

bei mir wars auch bis auf den knochen - konnte den bei den ersten ausduschungen sogar mit den fingern ertasten... :twisted:
wie der "leidensweg" aussehen kann, siehst du z.b. bei meiner Geschichte - die wunde war zwar gegen ende august geschlossen, aber ein mal falsch bewegt oder so und schon riss die junge haut wieder etwas ein, was mich wieder zu Repithel-Schmieren zwang.
eine so tiefe wunde innerhalb von vier wochen kurieren zu wollen, war extrem optimistisch von deinen ärzten!
smartie
 
Beiträge: 72
Registriert: Mo 27. Dez 2010, 21:05

Re: Meine Story! Das langsamzuwachsende Loch.

Beitragvon living-reef am So 18. Dez 2011, 14:44

Also 4 Wochen sind echt zu kurz. Und auch ich kann bestätigen, dass in den ersten Wochen nur wenig Fortschritt zu erkennen ist und es dann auf einmal schneller geht und auch die Beschwerden deutlich geringer werden. Lange sitzen ist aber tatsächlich nicht optimal...
Meine Wunde war kleiner als deine und ist nach 6 Wochen nun fast zu; der Heilungsverlauf ist laut Krankenschwester "sehr schnell". Also, Geduld!
living-reef
 
Beiträge: 18
Registriert: Sa 8. Okt 2011, 13:01

Re: Meine Story! Das langsamzuwachsende Loch.

Beitragvon ikbinz am Fr 3. Feb 2012, 23:11

So ... jetzt sinds ganze 3 Monate her.Immernoch ist ein gut 1cm langes Loch da, auch noch ca. 1cm tief.
ikbinz
 
Beiträge: 4
Registriert: Di 23. Aug 2011, 18:12


Zurück zu Steißbeinfistel - Die Operation

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 3 Gäste

Powered by phpBB © 2000, 2002, 2005, 2007 phpBB Group
Optimized by SEO phpBB
Deutsche Übersetzung durch phpBB.de
Impressum