Hallo zusammen!
Nachdem bei mir die klassische OP mit anschließenden vernähen nicht erfolgreich war, stellte ich mich bei Dr. Iesalnieks in Gelsenkirchen vor. Im April diesen Jahres wurde bei mir die "Pit Picking"- Operation durchgeführt. Auch diese führte leider nur zur kurzer Beschwerdefreiheit, weswegen ich mich jetzt Ende November erneut vorstellte. Es blieb dann nur noch die OP nach Karydakis, welche eine Woche später stattfand.
Zu meinem Erstaunen schlug der Anästhesist mir eine Spinalanästhesie vor, obwohl ich meine erste Vollnarkose bestens vertragen habe. Ich willigte letztendlich ein.
Die OP fand, wie schon gesagt, Montags statt. 07:00 Uhr Da sein. Nach diversen Vorbereitungen wurde ich glücklicherweise schon um 08:15 Uhr runtergefahren. Die Narkose war schnell gelegt, die Beine wurden warm und plötzlich spürte ich nichts mehr. Zusätzlich bekam ich ein Schlafmittel und irgendwie hatte ich dann auch einen Filmriss. Als die Ärzte gerade zunähten wurde ich wieder wach (selbstverständlich schmerzlos). Kurz umdrehen, ab ins Bett und dann ging es nach 2 Minuten im Aufwachraum auch schon wieder nach oben aufs Zimmer, wo mir für einen Tag strikte Bettruhe und Rückenlage verordnet wurde (klasse als Bauchschläfer). Die Spinalanästhesie hatte ein Vorteil, und zwar dass ich ca. 6 Stunden lang nach der OP gar keine Schmerzen hatte, war ja schließlich alles betäubt. Mein Fall war es nicht, keine Kontrolle über seine Beine und seine Blase zu haben. War zwar unangenehm, aber plötzlich war sämtliches Gefühl wieder da. Schmerzen hielten sich in Grenzen und waren mit leichten Schmerzmitteln zu ertragen. Abends sollte ich dann auch mal kurz aufstehen, bin zur Toilette und dann wieder ab ins Bett. Die Nacht war sehr unruhig (wie gesagt: Bauchschläfer), aber irgendwann war das auch geschafft. So sollte ich am folgenden Morgen aufstehen und ich durfte dann auch wieder rumlaufen und sitzen (was erstaunlicherweise gut ging). Schmerzen waren da, aber auszuhalten. Es gab regelmäßig etwas Schmerzmittel und eine Antibiothikertherapie wurde eingeleitet. Soweit war alles gut und ich wurde Donnerstags, nach Ziehen der Drainage entlassen.
Zu Hause habe ich mir das ganze Spektakel mal angeguckt. Schon schön groß, und, zumindest bei mir eine deutliche Verlegung und Abflachung. Egal, wenns hilft. Am Tag nachdem ich zu Hause war, kam noch ein Schwall heller Wundflüssigkeit aus einem Teil der Narbe. Ich denke mir grad, was raus will soll raus. Schmerzen minimal, gut auszuhalten. Naht sehr stabil (wenn ich das beurteilen kann...)
Mehr kann ich Stand jetzt noch nicht erzählen. Der Hintern ist noch etwas Taub (ich denke mal es ist der Hautlappen). Ansonsten wenig Probleme und nächsten Donnerstag gehts zum Fädenziehen.
Zur Klinik: Die Pflege auf der Station war einfach nur super. Nett, oft mal nen Spaß gemacht, regelmäßig nach dem Befinden gefragt, klasse!! Mir hilft solch eine gut Stimmung bei der Heilung...
Dr. Iesalnieks ist vom menschlichen her ein super Arzt, hört einem zu und erklärt alles genau. Hab ich in der Form noch von KEINEM Arzt erlebt, KLASSE!! Auch fachlich scheint er einiges drauf zu haben. Genaueres zum Ergebnis kann ich (noch) nicht sagen.
Dies zu meinem Erfahrungen. Ich kann alle nur ermuntern es machen zu lassen. Sooo schlimm ist es nicht (natürlich auch nicht schön). Ich hoffe diese Methode klappt, schaut aber ganz gut aus im Moment. Ich berichte weiter. In jedem Fall ist es zigmal besser als die klassische. Nach dieser OP operieren nicht viele Ärzte, ich musste zum Glück nur 30km nach Gelsenkirchen fahren, also alles im Rahmen. Ich wäre aber auch bereit größere Strecken auf mich zu nehmen, um es machen zu lassen. Faustgroße Löcher sind nun mal Infektionsanfällig, sagt doch eigentlich der Menschenverstand oder?
Hier im Forum scheinen ja noch andere zu sein, die nach der OP-Methode operiert wurde. Vielleicht können die sich ja nochmal melden, und sagen wie das langfristige Ergebnis ausschaut.
Viele Grüße
