Erfahrung zu Operationsmethode in Zürich

Fragen zur Operation einer Steißbeinfistel.

Erfahrung zu Operationsmethode in Zürich

Beitragvon Ute am Fr 26. Feb 2010, 09:36

Hallo,
hat Jemand pers. Erfahrung bezüglich des Operations-Verfahrens in der Schweiz (Zürich) gemacht?
Bei meinem Sohn (16J) ist kürzlich - erstmalig - ein Sinus Pilonidalis diagnostiziert worden. Öffnung ist etwa erbsgroß, wenig vereitert. Habe Bedenken, was die großflächige Entfernung betrifft. Das Verfahren, das in der Schweiz angewendet wird, scheint mir sehr "schonend" im Vergleich zu dem großflächigen Rausschneiden hier. Ich wundere mich nur, dass ich so wenige Erfahrungsberichte hierüber finde und wäre sehr dankbar, wenn mir Jemand Erfahrungen - zB eventuelle Rezidivbildung? - mit der neuen, doch wohl recht schonenden Operationstechnik in Zürich mitteilen könnte.
Vielen Dank!!

Ute
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Re: Erfahrung zu Operationsmethode in Zürich

Beitragvon Ute am Fr 26. Feb 2010, 09:45

Hallo nochmal,
den Bericht von Ninah von der Op in Zürich habe ich (natürlich) gelesen - gibt es denn noch Andere, die sich nach dieser Methode operieren ließen?

Danke!

Ute
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Re: Erfahrung zu Operationsmethode in Zürich

Beitragvon leidgeprüfter am So 14. Mär 2010, 20:57

Ja, ich habe mich in Zürich diesem EIngriff unterzogen. Die Wunde war nach rund 6-7 Wochen verheilt. Bisher gab es kein Rezitiv, wenn gleich das Ganze erst rund 6 Monate her ist.

Zur Operation selber gibt es nicht allzu viel zu sagen. Am fraglichen Tag fand ich mich wie bestellt um 07:30 Uhr ein und wurde dann gleich auf ein Zimmer gebracht. Zwar handelte es sich dabei um ein 6-Zimmer. Zu meiner Freude war es lediglich mit zwei Personen (inklusive mir) belegt. Nachdem mir eröffnet wurde, dass ich als erster an die Reihe käme, ging alles sehr schnell. Kaum hatte ich so ein Spitalhemd angezogen, erschien auch schon der Arzt und erklärte nochmals kurz den Eingriff. Danach unterzeichnete ich mit zittriger Hand die Einverständniserklärung. Nach zwei Spritzen und einer Tablette (es gab nur eine Lokalanästhesie) wurde ich dann in den Operationssaal gekarrt wo ich um 08:30 eintraf. Das Personal war sehr freundlich und hilfsbereit. Die Schmerzen hielten sich in Grenzen bzw. wenn sie auftraten wurde auf mein Hinweis sofort eine weitere Schmerzspritze gesetzt. Der Eingriff selber dauerte rund 30 Minuten.

Ich war sehr erleichtert, als ich danach wieder zum Zimmer zurückgebracht wurde, da dies meine erste Operation überhaupt war (und hoffentlich auch meine letzte). Danach wurde mir ein kleines Frühstück serviert, über welches ich mit überraschend grossem Appetit herfiel. Der zweite Patient verliess inzwischen das Zimmer worauf ich meine Ruhe hatte und ein wenig lesen konnte, bis bereits das Mittagsessen gebracht wurde. Nach Beendigung dieser Mahlzeit sagte die Schwester zu mir, ich könne nach Hause gehen wenn ich mich so weit gut fühlen würde. Das liess ich mir natürlich nicht zweimal sagen und befand mich daher kurz nach Mittag wieder auf dem Heimweg. Beschwerden hatte ich kaum, lediglich Aufstehen und Absitzen war mit geringen Schmerzen verbunden, was auch noch ein paar Tage anhielt. Die Wunde wurde von der Spitex versorgt, welche einmal am Tag bei mir vorbei schaute. Eigentlich hätte ich bereits am Tage nach der OP wieder meiner Tätigkeit nachgehen können, obwohl ich für ein paar Tage krankgeschrieben worden bin. Allerdings war ich so frei, mir nach den erlittenen Strapazen zwei Wochen Ferien zu gönnen.

Nachdem ich die vielen "Horrorgeschichten" im Intenet gelesen habe, bin ich heilfroh, dass ich mich für den Minimaleingriff entschieden habe
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Re: Erfahrung zu Operationsmethode in Zürich

Beitragvon Patrick am Fr 21. Mai 2010, 08:29

Hallo & Guten Morgen,

mein erster morgen nach 2. Steißbeinfistel-OP :-). Die erste OP hatte ich 2005 nach "gut altdeutscher Art" - in das offene Loch konnte man nen Ei legen - locker. Ich fiel damals 7 Wochen aus und hab mir geschworen nie wieder diesen Kram anzutun.
Am 23.12.2009 hatte ich dann große Schmerzen am Steiß und kurz darauf Schweißperlen auf der Stirn - nein, nicht schon wieder.
Gleich google genutzt, dieses Forum gefunden und die OP in Zürich entdeckt.
Kurz Vorweg - ich glaube, die hier im Forum genannte "Pit & Pick OP" ist die aus der Schweiz - schaut mal auf die Internetseite des Spitals in Zürich (http://www.vis.usz.ch/PATIENTENUNDBESUC ... istel.aspx)...
WICHTIG: Die Krankenkasse hat sofort der Übernahme der Kosten zugestimmt (E112 Formular - zur Behandlung im Ausland)
So nun zu den letzten 2 Tagen:
19.5. - 6 Uhr Start in München Richtung Zürich, Ankunft und Besprechung mit dem Oberarzt (Dr. Dindo) - dort erklärte er mir auch das große missverständinis bzgl. der "alten" methode: die fistel bildet KEINEN fuchsbau!!! eine fistel ist IMMER ballon oder schlauchartig, und kann zu jeder zeit sorgfältig vom gesunden gewebe getrennt werden - somit bleibt der defekt klein und somit schmerzen und heilungsdauer überschaubar.
20.5. - 11 Uhr ab in den OP - mit dem Doc und dem Assistenzarzt während der OP (Lokalanästhesie) über die Eishockey-WM und das CL-Finale Bayern vs. Mailand diskutiert. Ohne Witz - Die beiden haben mir jegliche Zweifel u/o Ängste genommen - wirklich großes Kompliment. Bei Bedarf nachgespritzt, alles 3x erklärt wenns mir nicht klar war was gemacht wird, etc.. Nach der OP hab ich mir die fistel angeschaut... 2x1x0,5cm (lxhxb) klein - der defekt ca. halber daumen groß - fistel von der patologie auf "ganzheit" der fistel checken lassen - von dort gab es grünes licht. in deutschland hätte man mir wegen der ersten op die narbe gleich mit entfernt. der defekt wäre 10x5x5 cm groß gewesen.
20.5. 16 Uhr - kurze visite vom doc danach ab ins auto und von meiner Freundin wieder nach München fahren lassen. Bis dato 0,0 Schmerzen. Für die autofahrt (3,5 Std.) dann mal zur sicherheit Paracetamol 1g zu mir genommen.
20.5. 20 Uhr - @ home ohne Schmerzen (weder bei der fahrt, noch beim gang zur toilette, treppen steigen, egal was)
21.5. 7 uhr - aufwachen ohne beschwerden - gleich hausarzt kontaktieren zum verbandswechsel, usw.

Ich werde wohl in einer woche wieder zur arbeit gehen
rückfragen gern über pm
Mein Fazit - es tuen mir die menschen leid, die sich wie ich selbst bei meiner 1. op so haben quälen lassen.
Patrick
 
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Re: Erfahrung zu Operationsmethode in Zürich

Beitragvon ulrich am So 10. Jul 2011, 23:24

Hallo,
wer hat noch Erfahrungen in Zürich gemacht? Mein Sohn möchte zu einer Beratungs-
Untersuchung; dann evtl. op. Was könnt ihr mir über die Kosten bzw. die Übernahme
der Kosten durch die Krankenkasse sagen. Lt. Spital Zürich sind vor Beratung 400 €
in Vorkasse zu leisten.
Wäre für schnelle Antworten sehr dankbar, da der Termin ansteht.

LG Isolde
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Re: Erfahrung zu Operationsmethode in Zürich

Beitragvon fisteldi am Mo 11. Jul 2011, 08:42

Hallo !
Ich kenne die Methode in Zürich nicht, aber es gibt auch eine Reihe deutscher Kliniken, die PitPicking durchführen.
Dachau, Lübbecke, Friedberg, Gelsenkirchen, Regensburg, Tübingen und Vilshofen. Ich suche auch gerade nach alternativen Methoden und muss wohl demnächst was machen lassen.
fisteldi
 
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