Die Pit-Picking-Methode nach Bascom

Fragen zur Operation einer Steißbeinfistel.

Re: Die Pit-Picking-Methode nach Bascom

Beitragvon Lu83 am Mi 1. Sep 2010, 20:40

Zitat: "Allerdings waren das auch etwa die Beschwerden, die ich vor der OP hatte."
Genau das trifft´s!! Ich habe mal bessere Tage / Wochen, und mal sind da so Tage dazwischen, da gehts gar nicht. Und manchmal merke ich NICHTS mehr. Komisch. Ich werde einfach mal abwarten.
Berichte doch mal, wie es sich bei dir in den nächsten Wochen verhält!
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Re: Die Pit-Picking-Methode nach Bascom

Beitragvon Mash am Do 2. Sep 2010, 19:38

hey leute,

ich war heute zur nachuntersuchung bei Dr.I.

Ich spüre auch einen leichten druck beim sitzen und hatte mir da schon gedanken drüber gemacht. Ahso vorneweg, bei mir scheint alles in ordnung zu sein :mrgreen: auf die "schmerzen" angesprochen meinte dr.I. das es halt eine 4 Wochen alte Narbe ist und das sich wohl in 2-3 Monaten gibt.... mal schauen... aber ich bin erstmal sehr froh das es geklappt hat und ich hoffentlich jetzt ohne fistelmist durchs leben gehen kann.

gruß
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Re: Die Pit-Picking-Methode nach Bascom

Beitragvon moni-matrix am Fr 3. Sep 2010, 18:18

Hallo zusammen,

Ich ärgere mich gerade, dass ich jetzt erst hier schaue! Ich bin aus Düsseldorf, Gelsenkirchen ist da nur ein Katzensprung, und ich fliege extra zu nem Spezialisten nach Berlin *seufz*
Aber egal, auch ich kann die Pit-Picking Methode nur empfehlen. Für alle Mitleidenden aus dem Gebiet Berlin, kann ich Dr. Sverdlov sehr empfehlen. HAbe selten so einen netten, kompetenten und vor allem menschlichen Arzt kennengelernt! Hier in Düsseldorf sind die meisten Chirurgen eher besser bezahlte Metzger! Ich verstehe nicht, warum so wenige Ärzte offen für Methoden sind, die den Patienten angenehmere Heilungsbedingungen bieten.

Ich bin vor genau einem JAhr, an meiner Fistel nach der alten Methode operiert worden. Die Wunde wollte nicht richtig zuheilen. Man sagte mir, ich müsste das ganze nochmal durchmachen & diesmal mir einer noch größeren Wunde rechnen. Als ich den Operateur auf die Pit Picking Methode ansprach, hat man mich ausgelacht & gesagt, sowas gäb es nicht *kopfschüttel*

Zum Glück gibt es Dr. Googel!

Ich kann allen die von einer Fistel betroffen sind nur empfehlen, sich das Ding schnellst möglich entfernen zu lassen & zwar NICHT nach der "Arsch-aufreiß-Methode"! Zum Glück gibt es Foren wie diese, die einem Tips geben können!
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Re: Die Pit-Picking-Methode nach Bascom

Beitragvon Claudia am Mi 8. Sep 2010, 11:59

Hallo Moni-Matrix,

da muss ich jetzt doch mal genauer nachfragen. Wieso geht bei Dir die Pick Pickingmethode noch, wenn Du noch nach der alten Art operiert worden bist? Ich dachte Pit Picking geht dann nicht mehr? Wurdest Du schon nach dieser Methode jetzt operiert? Ich meine die ohne die riesigen Wundhölen und ohne Drainage? Obwohl Du nach der alten Art voroperiert bist?

LG
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Re: Die Pit-Picking-Methode nach Bascom

Beitragvon bladerunner am Fr 10. Sep 2010, 23:55

Da bin ich wohl hier im Forum der einzige bei dem die Pit-Picking Methode nicht geklappt hat. Habe ich ja mal wieder besonderes Glück gehabt ;)
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Re: Die Pit-Picking-Methode nach Bascom

Beitragvon Fistel? am Mo 13. Sep 2010, 22:35

bladerunner hat geschrieben:Da bin ich wohl hier im Forum der einzige bei dem die Pit-Picking Methode nicht geklappt hat. Habe ich ja mal wieder besonderes Glück gehabt ;)


Ne, bei mir hats scheinbar auch nicht geklappt, war erst vor einer Woche bei Dr. Iesalnieks zur Nachuntersuchung, zu dem Zeitpunkt sah es zwar wie ein Rezidiv aus, aber Dr. Iesalnieks meinte es könne auch eine "Tiefe Narbe" sein, seit dieser Woche suppt es allerdings wieder gelegentlich :-(. Ich werde Dr. Iesalnieks wohl nochmal nen Besuch abstatten müssen...
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Re: Die Pit-Picking-Methode nach Bascom

Beitragvon Wastl am Mi 6. Okt 2010, 19:56

Hallo Leute,

ich bin dank diesem Forums auf die Pit-Picking-Methode und Herrn Dr. Iesalnieks in Gelsenkirchen aufmerksam geworden und möchte es jedem der eine Steißbeinfistel hat ans Herz legen.

Das erste mal habe ich die Fistel vor 3 Wochen bemerkt und mir weiter nichts dabei gedacht. Nach einer Woche wurde der Druckschmerz schlimmer und ich ging zum Hausarzt welcher sofort die Fistel diagnostizierte und überwies mich zum Chirurgen.
Der örtliche Chirurg bestätigte dies und riet mir zur radikalen Methode bei der das komplette Gewebe entfernt werden soll.

Dank google stieß ich also auf dieses Forum und las vom Pit-Picking und rief anschließend in Gelsenkirchen bei Herrn Iesalnieks an und vereinbarte einen Termin mit ihm für heute Vormittag.

In Gelsenkirchen angekommen ( 180 km Entfernung von meinem Wohnort) erklärte er mir in Ruhe und sehr aufschlußreich die Methode.

Direkt im Anschluß gingen wir in einen Behandlungsraum. Dort wurde das Steißbein zunächst örtlich betäubt (was das "schlimmste" an der Geschichte war, aber halb so wild).

Dann wurden die Fisteln "gepickt" und ein Entlastungsschnitt gemacht.

Die Fisteln entstehen durch das eindringen von Haaren in die Haut, die offene Stelle heilt nicht zu wie eine Wunde, sondern eher vergleichbar mit der Stelle an der ein Ohrring ist, die Haut verschließt sich nach innen. Beim Pit-picking wird dies aufgeschnitten um der Haut den Anreiz zu geben "normal" zusammen zuwachsen.
Dann gabs noch einen Verband von der netten Krankenschwester und nach ca. 15 min Behandlung durfte ich wieder nach hause fahren.

Morgen werde ich den Verband entfernen, es gibt keine Nachbehandlung/-kontrolle. Sollte die Wunde nach 2-3 Wochen nicht mehr "suppen" gehöre ich zu den glücklichen 85% bei denen die Pit-Picking-Methode funktioniert hat.
Und selbst wenn ich zu den anderen 15% gehöre, gibt es eine andere Methode, als die radikale alte. Die "Reserve" hat eine Wahrscheinlichkeit von 99% und wird ohne offene Wundheilung vollzogen, welches einem mit unter 3 Monate leiden ggü. der alten Methode erspart.

Warum wird die radikale Methode noch so oft praktiziert, obwohl Pit-Picking in den 80ern bereits publiziert wurde ?!

Anscheinend ist es "zu einfach" mal schnell zu schnibbeln ohne dabei an den Patienten zu denken der dabei 3 Monate darunter leidet.

Ich möchte hiermit jeden Ermutigen sich an Herrn Dr. Iesalnieks und sein nettes und kompetentes Team im Marienhospital in Gelsenkirchen zu wenden. Es ist für mich ein super Beispiel für den Fortschritt in der Forschung der Medizin und ein Team, welches den Menschen wirklich ohne große Nachkontrolle hilft.

P.S. Behandlung wird übrigens von der Krankenkasse übernommen.

Beste Grüße an alle und gute Besserung ;-)
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Re: Die Pit-Picking-Methode nach Bascom

Beitragvon königjohan am Mo 11. Okt 2010, 15:05

Ich wurde am letzten Freitag, also vor 3 Tagen bei Dr. Iesalnieks in Gelsenkirchen gepickt.

Vorgeschichte: 1 Woche zuvor anch harter Arbeit im Garten abends Sitzbeschwerden, Rückenlage im Bett unmöglich. Am nächsten Tag keinerlei Besserung, winziger Knubbel am oberen Ende der Poritze tastbar. Verschlimmerung über die nächsten Tage.

Nach kurzer Recherche war die vernichtende Verdachtsdiagnose "Steißbeinfistel" schnell gestellt. Große angst, Panik. Kenne einige Leute, die dieses Martyrium durchlebt hatten (offene OP).

Recherche im Web. Schließlich auf Dr. I. gestoßen. Hoffnung keimte auf!

Termin bei Dr. I. am Freitag gemacht. Morgens beim Einsteigen ins Auto plötzlich Schmerzfreiheit, gefolgt von einem Gestank... man kann es nicht beschreiben! Furchtbar! Sofort wieder nach Hause, Hose runter... AAAAAAAH! Abszeß geplatzt. Was für ne Sauerei. Dr. I. angerufen, ob das jetzt schlimm sei, ob ich sofort in ein KH am Heimatort (Düsseldorf) gehen müsse. Hat mich beruhigt, Termin am Nachmittag bleibt. 15:30. Puh!

Im Marienhospital alle sehr lieb, Am Empfang in der Ambulanz ein Engel, sah wohl an meinem Gesicht, daß ich vor Angst gleich kotzen muß. Dr. I. kam auch fast pünktlich, kurze Untersuchung, jau, Fistel.

Die Anästhesie war gut erträglich, ein Witz gegen das, was ich seit 1 Woche durhgemacht hatte. Nach 10 Minuten wars vorbei. Weitere 10 Minuten in nem Liegestuhl, nette Plauderei mit einem sehr netten Pfleger, dann konnte ich heim.

Natürlich Stau auf der Heimfahrt, Freitag abend... man kann bessere Termine machen als Freitage! Nur mal so als Tip ;-)

Gemütlicher DVD-Abend, Pizza, sogar ein Glas Wein getrunken. Ganz gut geschlafen.

Beim Aufwachen dann Puls 200: GLEICH MUSST DU DIR DIE TAMPONADE ZIEHEN!!!!!!!

Nach dem Frühstück also in die dusche, erstmal ne halbe Stunde Wasser über den Hintern laufen lassen. Dann, wie von Dr. I. empfohlen, Tamponade mit einem Ruck gezogen. Mein Schrei muß noch in Köln zu hören gewesen sein! Meine Frau war fertig ;-)

Heute ist es ok. Habe mich bis Mittwoch AU schreiben lassen, weil ich beruflich viel mit schweren Sachen hantiere. Minimale Sekretion in der Damenbinde.

Jetzt bete ich 2x täglich, daß ich einer der 80% Glücklichen bin...
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Re: Die Pit-Picking-Methode nach Bascom

Beitragvon foofighter211 am Mo 11. Okt 2010, 15:43

Servus Fistel Gemeinde,

ich wurde heute morgen durch die Pit-Picking Methode Operiert,
momentan hab ich noch schmerzen beim Bewegen und n bisschen druck durch den langen Verbandsstreifen der in der Wunde steckt,
habe momentan noch garnicht hingeschaut wie groß es ist, aufjedenfall wars laut Arzt überraschend tief :?
jetzt zur eigentlichen Frage, Morgen Abend soll ich diesen Streifen aus der Wunde ziehen, wie habt ihr es dann die Tage/Wochen danach mit Verband gemacht?
einfach ne Kompresse drüber kleben oder habt ihrs komplett offen gelassen?

mfg
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Re: Die Pit-Picking-Methode nach Bascom

Beitragvon königjohan am Mo 11. Okt 2010, 17:00

Dr. I. hatte mir folgendes gesagt: Tamponade am Morgen nach der OP ziehen, danach nur noch ne Damenbinde in die Unterhose legen. Mind. 1x/Tag duschen und dabei das OP-Gebiet mit weichem Strahl ausduschen.
Nach dem Stuhlgang duschen.

Das wars.
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