Die Pit-Picking-Methode nach Bascom

Fragen zur Operation einer Steißbeinfistel.

Re: Die Pit-Picking-Methode nach Bascom

Beitragvon Fistel? am Do 29. Jul 2010, 10:39

So, Operation erfolgreich hinter mir :-).
Es ging alles sehr schnell, ich kam ins Krankenhaus, hatte mich bei der Anmelden gemeldet und gesagt, dass ich einen Termin bei Dr. Iesalnieks habe, alles klar, wussten bescheid, 5min Später saß ich dann auch mit Dr. Iesalnieks im Behandlunsraum, er hatte sich das Ding einmal angeschaut und die Fisteln gezählt, bei mir waren es übrigens 7(!). Joa OP war möglich ich musste irgend nen Wisch unterschreiben :D :D und dann gings los, kurz Popo rasiert, dann mit Klebeband "gespreizt", dann der unangenehmste Teil, die Spritze, war aber nicht so schlimm, konnte man gut aushalten. Jetzt wurde "gepickt", hat ein kleines bisschen gedauert, gefühlt 10min bis alles fertig war ;-). Dann Tamponage rein, Druckverband drauf, wieder anziehen und 15min im Wartebereich sitzen, damit ein bisschen Druck auf die Wunde ausgeübt wird, dass wars dann auch.
Alles in allem war ich um 8:15 da und um 9:50 wieder raus, jeder für den das Marienhospital in Gelsenkirchen in greifbarer nähe liegt sollte sich dort operieren lassen!!!

Ich werde weiter berichten und evtl. Fotos posten.
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Re: Die Pit-Picking-Methode nach Bascom

Beitragvon Claudia am Do 29. Jul 2010, 12:24

Hallo und vielen Dank für Deinen Bericht! Hätte ich dieses Forum nur früher gefunden.......!

Liebe Grüße
Claudia
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Re: Die Pit-Picking-Methode nach Bascom

Beitragvon Fistel? am Fr 30. Jul 2010, 12:16

Hi,
weiter gehts mit

Tag 1 nach der OP
Die Tamponage musste raus, koste es was es wolle. Ein langes schmales band, in meinem Fall gut 1m lang, lag in der Wunde, ein kleines Stück schaute raus und ich hab dran gezogen, die ersten 5cm gingen problemlos, dann das erste Problem, da war das Blut wohl schon zu trocken, einmal ruckartig gezogen, aber nur 1-2mm, damit es weitergeht - relativ starker Schmerz, nicht so stark wie hier beschrieben wird (schwarz vor Augen und so) aber schon heftig. Joa die Prozedur mit den restlichen 95cm der Tamponage durchziehen, leider gabs immer wieder Stückchen wo es hängen geblieben ist. Insgesamt hab ich gut 20min gebraucht um alles raus zuziehen.
Übrigens: Der Doktor rät eigentlich dazu die Tamponage mit einem Ruck raus zuziehen, aber mal ehrlich, wer schafft das schon? Das kostet so unglaublich viel Überwindung das sich die meisten wohl durch sehr langsames entfernen quälen werden.

Naja jetzt ist es vorbei, hab mal das Löchlein begutachtet ungefähr 20-Cent stück groß und relativ tief, zumindest soweit ich es begutachten konnte. Die Tiefe kommt allerdings nicht von dem Schnitt, der Doktor hat das "Abszess" dingen nur aufgeschnitten, das Tiefe Loch war also schon vorher vorhanden.
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Re: Die Pit-Picking-Methode nach Bascom

Beitragvon bladerunner am Sa 31. Jul 2010, 16:54

Ja, die Tamponage ist übel. Habs von meiner Mutter in einem Ruck herausziehen lassen... definitiv nicht zu empfehlen. Glaub ein Bein abhacken ist weniger schmerzhaft als das ;)

Habe nur jetzt (5. Tag nach OP) noch gelbliche Flüssigkeit im provisorischen Kompressen-Verband. Hoffe mal, dass das noch richtig ist. Habe dazu auch einen Beitrag im "Pit Picking Tagebuch" verfasst...
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Re: Die Pit-Picking-Methode nach Bascom

Beitragvon Mash am Do 5. Aug 2010, 23:35

Hallo an alle die geheilt sind,

wie sehen eure narben aus? sind da irgendwie huckel oder hats bei euch nach 2 wochen auch mal gejuckt?
ich habe auf der narbe einen mii huckel... ich hoffe das heisst nichts schlimmes...

gruß

mash
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Re: Die Pit-Picking-Methode nach Bascom

Beitragvon hugo66 am Fr 6. Aug 2010, 10:39

Hallo,

da ich über dieses Forum als stiller Mitleser auf diese Methode aufmerksam geworden bin, wollte ich mal ein kurzen Erlebnissbericht hier zum Besten geben.

Ich hatte meine "OP" vor ca. 1,5h bei Dr. I.. Nachdem ich viel über die Schmerzen bei den Betäubungsspritzen gelesen habe, war ich doch sehr überrascht, dass diese gar nicht so wild sind. Brennt ein wenig, aber ist recht gut aushaltbar. Das eigentliche Schnibbeln ist komplett schmerzfrei.
Sicherlich für viele interessant: Da die Tamponage ja doch öfters mal für Schmerzen gesorgt hat, hat es Dr. I. nun ein wenig verändert. Die Tamponage ist zum einen kleiner und zum anderen stark eingefettet, so dass sie am nächsten morgen noch nicht angetrockent sein sollte. Inwiefern es Schmerzen bereitet kann ich frühsten morgen berichten ;)

Ich kann natürlich noch nichts über einen möglichen Erfolg oder Mißerfolg berichten, kann aber nur jedem, bei dem es möglich ist, diese Methode ans Herz legen. Ich habe zwar keinen Vergleich, aber die Schmerzen sind absolut aushaltbar und der Eingriff dauert inklusive Betäubung geschätzte 7-10 Minuten.

Gruß
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Re: Die Pit-Picking-Methode nach Bascom

Beitragvon Fistel? am Fr 6. Aug 2010, 22:36

Mash hat geschrieben:Hallo an alle die geheilt sind,

wie sehen eure narben aus? sind da irgendwie huckel oder hats bei euch nach 2 wochen auch mal gejuckt?
ich habe auf der narbe einen mii huckel... ich hoffe das heisst nichts schlimmes...

gruß

mash


Narbe kann man das bei mir noch nicht nennen, aber da wo das größte Loch ist, wo vorher eben dieser Knubbel war welcher ab und an mal genässt hat habe ich derzeit auchnoch einen "Huckel", ich hab aber von tag zu tag das Gefühl (es wächst immer weiter zu!) das er kleiner wird. Ich denke das "Problem" ist einfach, dass dieser Knubbel nur aufgeschnitten wird, und nicht weggeschnitten, und da die Haut an der Stelle wohl schon recht kaputt war durch das öffnen während des Nässens, dass wird aber mit der Zeit abfallen, ist ja quasi tote haut.
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Re: Die Pit-Picking-Methode nach Bascom

Beitragvon Mash am Sa 7. Aug 2010, 20:02

also ich werde wenn die 4 wochen um sind, nochmal zur nachuntersuchung nach ge fahren.
aber die fistelöffnung muss doch auch zuwachsen????

hm... mal schauen wies in 2 wochen aussieht.

gruß
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Re: Die Pit-Picking-Methode nach Bascom

Beitragvon foofighter211 am Mo 9. Aug 2010, 16:57

Hallo ihr Fistel geplagten,

erstmal kurze Info über mich: M 20
diagnostizierte Fistel seit 2 Wochen,
habe es davor nie gespürt aber plötzlich konnte ich kaum noch sitzen^^
im Krankenhaus wurde das ding dann nur mit einem kleinen Schnitt geöffnet und der Eiter abgelassen...TollesGefühl :D
nunja jetzt sollte ich mich ja noch Operieren lassen, Glücklicherweiße hab ich nun von dieser "Pit Picking" Methode gelesen
und mir gleich ein Krankenhaus gesucht wo dies praktiziert wird.
das nächste ist für mich in Regensburg ( naja 200km entfernt) dort hat wohl früher auch dieser Dr. Iesalnieks praktiziert
und die machen es weiterhin so.
hab in 2 wochen nen Termin und hoffe es ist möglich dies so zu operieren :)

nun nur noch schnell 2 fragen, konntet ihr nach dieser OP sofort wieder Auto fahren?
und wie lange hat es bei euch gedauert bis ihr wieder voll Arbeitsfähig wart? (arbeite in der IT Branche und bin viel im Auto unterwegs)

Gute Besserung euch allen :)
foofighter211
 
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Re: Die Pit-Picking-Methode nach Bascom

Beitragvon Fistel? am Mo 9. Aug 2010, 20:36

foofighter211 hat geschrieben:nun nur noch schnell 2 fragen, konntet ihr nach dieser OP sofort wieder Auto fahren?
und wie lange hat es bei euch gedauert bis ihr wieder voll Arbeitsfähig wart? (arbeite in der IT Branche und bin viel im Auto unterwegs)


Ja ich konnte direkt nach der OP Auto fahren ;-) hatte allerdings keine ganz so weite Fahrt, gut 30km.
Gearbeitet habe ich sofort wieder, ich arbeite ebenfalls in der IT-Branche, jedoch hauptsächlich am Schreibtisch und ich hatte ohnehin 5 Tage Urlaub, allerdings hatte ich auch in den 5 Tagen kaum Probleme beim sitzen.

Viele Grüße & viel Glück!
Fistel?
 
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