Die OP nach Leonid Sverdlov

Fragen zur Operation einer Steißbeinfistel.

Die OP nach Leonid Sverdlov

Beitragvon Mr. Penk am Di 27. Jul 2010, 02:02

Moin Moin

Was haltet ihr von der auf der folgenden Seite vorgestellte Methode?

http://www.analfistel.net/steissbeinfistel.php

Hat da jemand schon Erfahrungen gemacht?

500€ sind gut viel Geld. Was mich aber mehr wundert ist der Fakt, daß der Arzt keine Kassenzulassung hat.

Auf der anderen Seite sollte dies doch echt eine Alternative zum pit-picking sein oder?


MFG

Mr. Penk
Mr. Penk
 
Beiträge: 1
Registriert: Di 27. Jul 2010, 01:56

Re: Die OP nach Leonid Sverdlov

Beitragvon Centor am Sa 23. Okt 2010, 14:31

Hallo

Bin 24 und bei mir wurde vorletzte Woche eine entzündete Steissbeinfistel diagnostiziert. Bin dann ins Krankenhaus und die wollten mir dann meinen halben Arsch weg schneiden. Ich war in dem Moment sehr erschrocken mit welcher Methode das gemacht wird. Mir wurde dann auch gleich Blut abgenommen und ich bekam einen Termin für den nächsten Morgen. Am Abend habe ich dann dieses Forum gefunden und bin auf Dr.Sverdlov gestossen. Habe mir dann alles in ruhe durchgelesen und war davon überzeugt es zu probieren. Habe am nächsten Morgen meinen OP Termin storniert und habe bei Dr.Sverdlov angerufen und einen Termin für heute um 11 Uhr bekommen.(Anfahrt ist kein Problem da ich aus Berlin komme)

Bin dann heute bei Dr.Sverdlov gewesen und muss sagen das er super nett ist und alles genau erklärt. Er hat sich meine Fistel genau angeguckt und meinte das erst der Eiterherd bekämpft werden muss. Er hat mir dann sofort vor Ort eine Betäubung gegeben und einen kleinen Schnitt gemacht und eine Silikon-Drainagen gelegt. Das ganze hat vielleicht 10 min gedauert und ausser der Spritze hat man nichts gemerkt. Jetzt muss ich jeden Tag 2 mal mit Kochsalzlösung Spülen ca. 2-3 Wochen. Dann komme ich in den OP und die eigentliche Operation wird gemacht. Bin bis jetzt super zufrieden und werde dann wieder schreiben wenn die Operation vorbei ist. ;)

Gruss Philip
Centor
 
Beiträge: 2
Registriert: Sa 23. Okt 2010, 14:20

Re: Die OP nach Leonid Sverdlov

Beitragvon pofalte1975 am Do 18. Nov 2010, 09:13

Hallo zusammen,

ich überlege derzeit auch, mich von Hr. Sverdlov behandeln zu lassen. Bitte halte uns auf dem Laufenden, wie es bei dir geklappt hat.
Leider findet man im Netz wirklich keinen Erfahrungsbericht oder andere Quellen, die sich mit dieser Methode auseinander setzen. Auf der anderen Seite wäre es einen Versuch wert. Den Hintern kann man ja nachher auch noch wegnehmen lassen...

Gruß Pofalte75.
pofalte1975
 
Beiträge: 5
Registriert: Mi 17. Nov 2010, 13:54

Re: Die OP nach Leonid Sverdlov

Beitragvon Centor am Do 18. Nov 2010, 22:44

Hallo

Habe mich jetzt noch mal von Dr. Iesalnieks beraten lassen und bin zu dem Entschluss gekommen nach Gelsenkirchen zu fahren. Mein inneres Gefühl hat mir gesagt das ist das richtige. Das heisst nicht das ich irgendwas negatives über Dr. Sverdlov sagen kann. Aber bei so etwas höre ich auf meinen Bauch und die sehr gute Beratung von Dr. Iesalnieks. Habe auch auch gleich einen Termin für den 25.Nov bekommen. Werde euch dann berichten wie alles abgelaufen ist.

Gruss Philip
Centor
 
Beiträge: 2
Registriert: Sa 23. Okt 2010, 14:20

Re: Die OP nach Leonid Sverdlov

Beitragvon Christian** am Di 14. Dez 2010, 01:19

Hallo,

ich habe mich vor ein paar Monaten der Behandlung von Leonid Sverdlov unterzogen.
Ich hatte seit circa vier oder fünf Jahren eine Steißbeinfistel, vor deren Behandlung ich immer gehörigen Respekt hatte. Dann stieß ich auf die Homepage von Herrn Sverdlov, nahm telefonisch Kontakt zu ihm auf und flog schließlich nach Berlin zur Vorbehandlung.
Wie hier schon kurz beschrieben, legte Herr Sverdlov bei diesem Termin lediglich eine Drainage - in meinem Fall mit zwei Ausgängen, sodass mir das Spülen mit Kochsalzlösung erspart blieb.
Circa zwei Wochen später, Mitte September, war ich dann erneut in Berlin zu der eigentlichen Operation. Eingecheckt, Zimmer bezogen, Tablette geschluckt, lag ich schon im OP. Nach der Operation musste ich zunächst auf dem Rücken liegen bleiben. Prinzipiell wäre das für circa drei Stunden notwendig gewesen, die Schwester lag mir aber nahe, die Nacht so zu verbringen. Schmerzen hatte ich bis dahin keine großen - irgendwann fing natürlich das Liegen auf dem Rücken an, unangenehm zu werden (nicht zuletzt wegen der Ente..), war aber nicht wild und zum Frühstück dann auch vorbei.
Ja, eine weitere Nacht hab ich im Krankenhaus verbracht, dann wurde ich entlassen.
Im Zuge der Operation hat Herr Sverdlov drei Drainagen in die Wunde gelegt, die im Wochenrhythmus gezogen werden konnten.

Sitzen war in den ersten Tagen - wie man sich natürlich vorstellen kann - nicht das angenehmste. Ich bin aber dennoch, zwar auf dem Beifahrersitz, aber immerhin, direkt nach der Entlassung 350km Auto gefahren. Eine weitere Woche später dann alleine ohne Zwischenhalt weitere 700km, um zwei Tage später wieder regulär zu arbeiten.

Knappe zwei Wochen nach der OP hatte ich nur noch leichte Schmerzen beim Sitzen in bestimmten Positionen, drei Wochen nach der Operation kaum wahrnehmbare Schmerzen und vier Wochen danach hatte ich keinerlei Einschränkungen mehr - die Schmerzen waren im Vergleich zur Situation vor der Operation quasi nicht mehr vorhanden.

Was mir schlecht in Erinnerung geblieben ist, sind Kommentare anderer Ärzte. Ich find es wirklich erbärmlich, wieviele Ärzte für sich beanspruchen, die fähigsten zu sein und vor einem Patienten eine Operation verurteilen, der er sich unterzogen hat, mit der er bis dato gute Erfahrungen gemacht hat und in die er auch zukünftig eine gewisse Hoffnung steckt.

Zusammenfassend möchte ich jedem Mut machen, sich behandeln zu lassen und nicht mehr unnötig zu warten. Die ursprüngliche Operationsmethode, die einem Angst vor der Behandlung macht, ist offensichtlich mittlerweile überholt und besitzt - nach meinem laienhaften medizinischen Verständnis - keinerlei Notwendigkeit mehr.
Für welche Methode man sich entscheidet ist letztlich jedem selbst überlassen - bei Herrn Sverdlov macht man nach meiner Erfahrung nichts falsch. Fähiger, netter Arzt, wunderschöne Klinik, in der er behandelt und ein sehr entspannter Heilungsverlauf.

Ich bin sehr beschäftigt, versuche natürlich dennoch auf etwaige Fragen zeitnah zu antworten.

Viele Grüße
Christian
Christian**
 
Beiträge: 2
Registriert: Di 14. Dez 2010, 00:44


Zurück zu Steißbeinfistel - Die Operation

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 2 Gäste

Powered by phpBB © 2000, 2002, 2005, 2007 phpBB Group
Optimized by SEO phpBB
Deutsche Übersetzung durch phpBB.de
Impressum