Die Operation
Steißbeinfisteln werden entweder stationär oder ambulant entfernt.
Die stationäre Entfernung hat den Vorteil, dass man nach der OP die bestmögliche Betreuung durch Fachpersonal hat und rund um die Uhr unter Beobachtung steht. Der Aufenthalt in der Klinik beschränkt sich meist auf drei Tage. Eine regelmäßige Nachuntersuchung ist dennoch erforderlich.
Der ambulante Eingriff dient nur der Entfernung der Fistel, nach der OP kann man wieder nach Hause. Die Betreuung sollte dann aber von Freunden oder Lebensgefährten für mindestens 24 Stunden gewährleistet sein. Am Morgen nach der OP muss man nochmal zur Kontrolle in die Klinik. Eine regelmäßige Nachkontrolle ist auch hierbei erforderlich. Egal für welche Art des Eingriffs man sich entscheidet, die Hauptsache ist, man lässt es machen, denn von alleine wird es auf jedenfall nicht besser sondern eher noch schlimmer.
Die Operation wird unter örtlicher Betäubung oder unter Vollnarkose durchgeführt. Zuerst wird die Fistel mit dem Skalpell gespalten, um das Ablaufen des Blut- und Eitersekrets zu ermöglichen. Danach wird die Fistel mit Methylenblau eingefärbt, um alle Fistelgänge sichtbar zu machen. Anschließend wird der ganze Bereich großräumig bis ins gesunde Gewebe ausgeschnitten. Die Tiefe der Wunde reicht bis auf die Knochenhaut des Steißbeins, welches anschließend noch abgeschabt wird, um ein Wiederkommen der Fistel zu verhindern. Je nach Art und Größe der Steißbeinfistel kann es dabei zu einer beachtlichen Größe der Wunde kommen. Die Wunde wird nicht genäht, das heißt sie bleibt offen und wird nur mit Tamponage aufgefüllt, um eine langsame Wundheilung zu gewährleisten. Die Heilungsdauer richtet sich nach der Größe der Wunde und kann bis zu mehreren Monaten betragen.
