Allemeines zur Nachbehandlung

Heilung und Wundversorgung einer Steißbeinfistel.

Allemeines zur Nachbehandlung

Beitragvon Marco am Di 21. Okt 2008, 19:46

Nachbehandlung der Wunde

Zur Nachbehandlung der Wunde gibt es verschiedene Ansichten, deshalb sollte die Therapie immer mit dem behandelndem Arzt abgestimmt werden. Das einzige was man hierzu generell sagen kann, ist dass penible Hygiene des operierten Bereiches zur Wundheilung beiträgt und man darauf besonders achten sollte.



Ausduschen: Das Ausduschen der Wunde sollte mehrmals täglich gemacht werden, besonders nach dem Stuhlgang. Anschließend lässt man die Wunde ca. 10 min austrocknen, mit neuer Tamponage auffüllen und wieder verschließen. Das Ausduschen soll eine Granulierung des Wundsekrets bewirken, wodurch eine gute Wundheilung gefördert werden soll.



Sitzbäder: Diese werden mehrmals täglich entweder in speziell durch den Arzt verordneten medizinischen Bädern, Kaliumpermanganat Bädern oder einfach in "Totem Meersalz" Bädern genommen. Die Sitzbäder dienen dem antibakteriellen Schutz der Wunde.



Wundheilungssalben: Hierbei scheiden sich die Geister. Der eine Arzt meint, man muss die Tamponage mit Salbe z.B. Betaisodonna einschmieren, ein anderer widerum meint, man soll es weglassen. Was davon nun stimmt, weiß ich auch nicht. Ich für meinen Teil nehme nach dem Rat meines Arztes Sitzbäder, dusche die Wunde aus und hoffe, dass das ausreicht.



Zucker: Wenn man der Medizin aus älteren Tagen glauben schenken soll, so kann die Wundheilung mit Zucker unterstützt werden. Dazu soll man beim Verbandwechsel einfach etwas Zucker in die Wunde geben. Der Zucker soll eine Granulierung des Wundsekretes bewirken.



Homäophatische Mittel: Da die Homäophatie recht umstritten ist, sollte sich jeder seine eigene Meinung dazu bilden. Ich für meinen Teil denke, man muß schon daran glauben ansonsten bringt diese Art der Nachbehandlung wohl eher wenig.



Wundspüllösungen: Zur Wundspüllung wird meistens Wasserstoffperoxid- Lösung in 3%iger Konzentration verwendet. Man spült die Wunde damit aus und lässt es ca. 5 min. einwirken, dabei kommt es zu leichten Blubbergeräuschen. Wasserstoffperoxid ist eine schwache Säure, die zur Stabilisierung mit 10% Phosphorsäure angereichert ist. Die Verbindung von H2O2 hat eine hohe bakterizide Wirkung.
Marco
Administrator
 
Beiträge: 12
Registriert: Sa 11. Okt 2008, 11:35

Re: Allemeines zur Nachbehandlung

Beitragvon sam am Sa 22. Aug 2009, 10:59

'Hey Ich muss sagen das ich selber eine steißbeinfistel gehabt habe

und auch zugeben das dass sehr schmerzhaft ist

jetzt haben die mir das rausgeschnitten/gescharpt

und ich will eig nur nen guten tipp für die nachbehandlung hier lassen

wenn ihr die wunde habt dann 1. legt euch auf die seite und sitzt nicht zu viel

2. kauft euch in der apohteke Prontosan das ist eine wundspülung die nicht brennt und es ist angenehmer als 5 mal duschen zugehen und es ist auch fördernt für die wundheilung

einfach rein spritzen in die wunde und kompresse drauf

und das 2 bis 3 mal am tag


aber vorsicht das zeug ist teuer 350ml 17 euro

aber es lohnt sich ganz sicher
lg und gute besserung wünscht euch rene
sam
 
Beiträge: 1
Registriert: Sa 22. Aug 2009, 10:53

Re: Allemeines zur Nachbehandlung

Beitragvon Marbei am Sa 13. Mär 2010, 20:41

Hallo,

bei mir ist auch eine Fistel entfernt worden. Neben dem täglichen Ausduschen benutze ich Salzkompressen. Meine Ärztin hat mir diese verschrieben.
Anfangs brannte es schon ordentlich beim Einlegen in die Wunde. Mittlerweile ist es aber kaum noch spürbar.
Ich bin mit den Kompressen sehr zufrieden. Die Wunde heilt gut, ist nicht entzündet.

Hier mal ein Link von dem Produkt. Die Kompressen heißen "Mesalt"
http://www.molnlycke.com/Global/Wound_C ... t%202p.pdf

Marten
Marbei
 
Beiträge: 1
Registriert: Sa 13. Mär 2010, 20:34

Re: Allemeines zur Nachbehandlung

Beitragvon bitin am Do 14. Okt 2010, 08:45

Und auf keinen Fall feuchtes Toilettenpapier für den Stuhlgang benutzen (habe ich natürlich gemacht da ich meine Wunde überpenibel sauber halten wollte).....bisher hat mir jeder Arzt erzählt das diese Dinger nur schädlich sind!
bitin
 
Beiträge: 20
Registriert: Mo 8. Mär 2010, 17:09

Re: Allemeines zur Nachbehandlung

Beitragvon Jorya am Do 14. Okt 2010, 14:42

Kurz nach der OP wurde mir vom Krankenhaus empfohlen die Wunde 3xtgl zu spülen und neu zu Tamponieren.

Zur Tamponage:

Kochsalzgetränkte Gaze, in die Wunde stopfen bis kein Platz mehr ist, davor hatte ich so eine Saugwindel, die es ebenfalls im Krankhaus gibt, diese war aber am Anfang recht schnell durchgebluten.

Im Nachhinein, kann ich nur negatives über die Gaze schreiben. Denn bei mir, hat es beim Wechsel immer geblutet, da die Gaze an der Wunde geklebt hat, auch wenn ich sie vorher nochmal mit Wasser getränkt habe, oder ein Sitzbad gemacht habe. Dann scheuerten mir die Gaze in der Wunde, so dass ich Zeitwiese, ohne jegliche Tamponage rumlief, obwohl die Wunde noch recht groß war.

Auf anraten meiner Ärztin, bekam ich eine Wundschwester verschrieben, die war mit der Wunde erst mal gar nicht zufrienden, sprach sich auch sofort gegen das 3malige ausspülen aus, alle 1-2 Tage 1x reicht aus, dann gab sie mir Tambonagematerial, dass mir halt und auch nicht in der Wunde gescheuert hat.

Zum reinstopfen bekam ich Acticoat Absorbent (http://wound.smith-nephew.com/de/popup. ... True&Tab=1), ich war auch erst sehr skeptisch, doch innerhalb von drei Tage merkte ich selbst eine Veränderung, die Wunde begann kleiner zu werden. Also Wundauflage damals, hatte ich Alleyn AG NON_ADHESIVE (http://wound.smith-nephew.com/de/Standa ... odeId=3284). Dies wurde mit einem großen Pflaster an der Wun befestigt. Beide Materialen konnte bis zu drei Tage, an/In der Wunde verbeliben.

Dann kam der Sommer und das schwitzen, die Wundvorlage war nicht mehr in der Lage die Flüssigkeit und den Schweiß aufzunehmen, ausßerdem habe ich eine Pflasterallergie entwickelt.

Als ich keine Pflaster mehr vertragen habe, war erst mal guter Rat teuer, bis meine Wundschwester auf die Idee kam, dass ich einfach einen Tanga tragen soll.

Vorteil: Keine Pflaster, Saugvorlage wird trotzdem an der Stelle gehalten.
Nachteil: Bei jedem Klogang, muss man die Saufvorlage festhalten, damit sie nichts ins Klo fällt.

Als meine erste Wundauflage nicht mehr ihren Zweck erfüllt hat, da die Ränder viel zu feucht waren, bekam ich eine neue:

sobion sana (http://www.sorbion.com/de/produkte/wund ... bion-sana/) sieht aus wie eine eckige Always-Binde, diese benutze ich noch immer und bin sehr zufrieden damit.
Jorya
 
Beiträge: 35
Registriert: So 13. Jun 2010, 10:34


Zurück zu Steißbeinfistel - Die Nachbehandlung

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast

Powered by phpBB © 2000, 2002, 2005, 2007 phpBB Group
Optimized by SEO phpBB
Deutsche Übersetzung durch phpBB.de
Impressum