Hallo!
Ich habe vor guten 2 Jahren habe ich bei mir etwas seitlich des Steißbeins einen kleinen "Knubbel" entdeckt, der weder eiterte noch schmerzte. Nach dem Motto "was von alleine kommt, geht auch von alleine" ging ich der Sache nicht auf den Grund. Erst als sich ein gutes halbes Jahr später der Knubbel zu einem eiternden und blutenden, aber nicht schmerzenden Pickel entwickelte, beschloss ich einen Arzt aufzusuchen. Der Hausarzt dabei handele es sich nur um einen gewöhnlichen Abszeß, nichts "Wildes", und überwies mich zur Öffnung dieses Abszeßes zu einem Chirurgen. Als ich mich bei diesem vorstellte, diagnostizierte dieser allerdings sofort, dass es sich hierbei nicht um einen Abszeß handele, sondern um eine Steißbeinfistel, die man operativ entfernen müsse. Der Chirurg öffnete den Pickel schon beim ersten Termin um einen besseren Eiterabfluss zu gewährleisten. Danach vereinbarten wir einen ambulaten OP-Termin. Das durch die Öffnung des Pickels entstandene Loch wuchs recht schnell wieder zu und der eiternde blutende Pickel bildete sich wieder. Bei der OP wurde die Fistel großflächig entfernt und die Wunde anschließend zugenäht. Nach wenigen Tage trat allerdings wiederholt eine ungewöhnlich große Menge Blut aus der Wunde auf. Daraufhin versuchte der Chirurg durch eine Unterdruckflasche das Blut aus der Wunde zu entfernen. Aber dieser Versuch scheiterte und die Fäden mussten früher als urprünglich geplant gezogen werden. Die Folge war, dass am oberen Ende der Wunde nun ein großes Loch war, während der untere zum After hin befindliche Teil der Wunde schon zugewachsen war. Der Chirurg ließ die Wunde heilen, und stellte dann fest, dass irgendwo in der Wunde noch eine Wundhöhle, also eine nicht verheilte Stelle sein müsse, da die OP-Narbe zwei Stellen hatte, die nicht zugewachsen waren und aus denen es eiterte. Von alleine würde dies nach Aussage des Chirurgen nicht zu heilen. Die Folge: Eine zweite ambulante OP, knapp zwei Monate nach der ersten. Bei dieser OP wurde alles noch einmal wie bei der ersten OP gründlich entfernt. Die Wunde wurde dieses Mal allerdings offen gelassen. Die Wunde heilte auch recht schnell zu und es bildete sich Haut über der Wunde. Bis auf an einer kleinen winzigen Stelle, die nicht zuwächst und erst vor wenigen Wochen zugewachsen ist. Fast ein halbes Jahr bin ich im 2-Wochen-Rhythmus zum Chirurgen zur Kontrolle gewesen, der allerdings darauf auch keinen Rat wusste. Als dann vor ein paar Wochen ein kleiner sekretausstoßender Pickel am Steißbein wieder auftrat, überwies er mich an einen anderen Arzt, weil er nach zwei OPs selbst keinen Rat mehr wusste, woran das liegen könnte. Als ich mich bei diesem Chirurgen vorstellte, sagte dieser mir, dass es sich hierbei wieder um eine Fistel handeln könnte, er aber im Moment keinen Handlungsbedarf sehe. Er schickte mich zur Weiterbehandlung an meinen Hausarzt, der verordnete mir für die kleine offene Stelle eine Wundheilsalbe, die für die Heilung der Wunde sorgte. Doch auch bei dem Pickel war er sich nicht sicher. Auch er meinte, es könne sich hierbei um eine Fistel handeln, aber er sehe momentan keinen Handlungsbedarf und betrachtete die Behandlung als abgeschlossen. Zwei Wochen nach dem Hausarztbesuch wurde dieser Pickel wieder größer und der Ausstoß des streng riechenden Sekrets größer. An dem Pickel ist ein kleines Loch vorhanden aus dem dieses austritt. Ich bin mir ziemlich sicher, dass es sich hierbei wieder um eine Fistel handelt, ware seitdem allerdings noch nicht wieder beim Arzt. Die Fistel schmerzt nicht. Es ist eben nur etwas lästig, dass man eine feuchte Stelle am Steißbein hat. Nur habe ich im Moment nicht vor mich erneut operieren zu lassen, denn das wäre dann schon das vierte mal innerhalb von zwölf Monaten, dass ich unterm Messer lag. Das ist mir eindeutig zu viel, zumal ich vor der ersten OP keine Schmerzen hatte, und auch jetzt keine Schmerzen habe. Die Verbesserung war gleich null. Irgendwann wird eine Entfernung sicherlich unumgänglich sein, das ist mir klar. Aber solange ich schmerzfrei damit lebe, lasse ich vorerst nichts daran machen, da die Operationen immer eine fast drei Monate lang andauernde zum Teil schmerzhafte Heilungszeit mit sich bringen, in der man stark eingeschränkt ist. Ich müsste dann wieder lange krankfeiern, und das ist es im Moment nicht wert, wenn der Verbesserungseffekt binnen eines Jahres gleich null ist.
Eure Meinungen dazu würden mich interessieren!
