Jammern und austauschen,bei Leuten die es nachfühlen können

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Jammern und austauschen,bei Leuten die es nachfühlen können

Beitragvon Shadomo am Fr 6. Aug 2010, 14:27

Hallo,

Wurde im März 2009 an einer akut entzündeten sehr schmerzhaften Steißbeinfistel operiert.
Die Wunde war aber noch relativ klein, heilte auch gut.
War 7 Wochen krank geschrieben, hat den Arbeitgeber sicher sehr gefreut -.-
Danach hatte ich aber immer wieder Probleme, immer wieder riss die Narbe ein, suppte und entzündete sich.... alle sagten abwarten, da wäre nichts.
Wegen dem Mist war ich immer wieder krank geschrieben mal eine mal zwei Wochen, weil diese dämliche Narbe nie zu gehen wollte, wenn ich mich viel bewegte.
Was in meinem Job nicht ausbleibt, bin Krankenschwester ( hatte aber bis dato keine Erfahrungswerte mit Steißbeinfisteln)

Jetzt im Juli war es mal wieder soweit es suppte, war eingerissen und tat weh, beim sitzen.
Also ab zum Hausarzt, wie immer, diesmal sagte er, da scheint wieder was zu sein.... Überweisung ins Krankenhaus.
Die Ärzte schauten konnten aber nichts feststellen, bzw es waren keine Fisteln sichtbar.
Ich könne ja weiter abwarten, daraufhin sagte ich das ich nun schon 1 Jahr abwarte.
Nun dann sagte er das man in einer kleinen OP mal schauen könnte, denn erst da könnten sie sehen ob da was ist,aber es würde dann nur eine kleine Wunde
geben.

Ich als hin und her überlegt, weil eigentl, wollte ich den ganzen Zirkus nicht nochmal, vorallem aber auch die krank Tage wollte ich nicht auch noch.
Letzten Endes entschied ich mich dafür, in der Hoffnung, das sie nichts finden oder aber das sie evtl. was kleines finden und ich dann Ruhe habe.
Wurde dann am 23.07 operiert am 24.07 durfte ich wieder nach Hause.
Am 24.07 wurde der Verband erneuert,ausgespült und neue Tamponade rein.... sehr schmerzhaft....
am 25.07 musste ich in die am Krankenhaus angegliederte chir. Praxis, der Arzt schaute, ja ist aber doch ziemlich groß geworden... da schwante mir schon übles. Er sagte zur Arzthelferin sie solle das verbinden..
Mein Mann war dabei und meinte dann als sie fertig war, sie habe ja gar nicht tamponiert sondern nur eine Kompresse oben drauf gelegt.
Ich zu ihr gegangen sie gefragt, da meinte sie doch glatt, jeder mache das anders, das wäre ok so.
Ja neeee ist klar, daraufhin bin ich zu meinem Hausarzt, der das mit Jodtamponade tamponierte.
War dann auch die ganze Woche bei ihm in Behandlung, dem Arzt vertraue ich und ich fühle mich gut aufgehoben.
Er reagiert zumindest auch auf Wünsche, Anregungen und Vorschläge....
Es kam wie es kommen musste, er ging den folgenden Montag in Urlaub bis zum 16.08.2010

Darafhin suchte ich mir einen Arzt der näher an meinem zu Hause ist als der Vertretungsarzt, zu dem hätte ich einen Fahrtweg von 7 km.
Bei gesuchten Arzt saß ich dann 1,5 Std im Wartezimmer, trotz Termin.
Dieser Arzt riss, die Tamponade daraus, das ich einen erstickten Schrei von mir gab... und verband es dann auch wieder anders als mein Hausarzt.
Das war dann mein letzter Besuch bei ihm.
Hatte mir vorgenommen, beim Vertretungsarzt mir eine Verordnung für einen ambulaten Pflegedienst zu holen, dieser meinte dann aber das würde eh nichts bringen, ich sei ja nicht so krank das ich nicht tgl. zum Arzt kommen könnte.
Da aber diese KM mit einer Wunde am Steiß nicht sehr witzig ist, verzichtete ich auch auf diesen Arzt.

Ich suchte wieder einen in der Nähe, fand auch einen, der verband aber meine Wunde im stehen.... das war ja mal kaum auszuhalten, und sagte dann zu mir die Wunde sähe nicht gut aus, ich sollte nochmal zum Chirurgen.
Sagte mir auch vorher kein anderer Arzt....
Ich wieder ins Krankenhaus, der Arzt pobelte ein paar Fibrinbeläge ab und meinte ich solle am nächsten Tag wieder kommen, er würde alles aufschreiben für seinen Kollegen.
Also bin ich gestern wieder hin, saß 2 Stunden da und wartete, wollgemerkt mit patsche nasser Hose, da meine Wunde extrem nässt.
Letztendlich wurde ich nur von einer Schwester verbunden, kein Arzt der guckte.
Dann meckerte sie mich noch an das ich die Wunde ja gar nicht ausduschen würde.
Doch tue ich täglich aber nur wenn mein Mann da ist, da wir die Wunde nachmittags eh nochmal verbinden müssen da sie so stark nässt.
Ich kann einfach alleine die Tamponade nicht daraus holen, geht nicht, no way....
Aber die Beläge gehen mit Wasser auch nicht ab, das ist als würde ich den Duschkopf an die Wand halten und erwarten das der Putz abgeht.

Weiß echt nicht mehr weiter, lasse das nun von meinem Mann verbinden, da die Ärzte mir alles vertrauen genommen haben.
Am 16ten kommt ja mein Hausarzt wieder....
Würde euch gerne Fotos zeigen, aber weiß nicht wie das hier geht.
Die Wunde ist ziemlich groß und tief, defintiv doppelt so groß und tief wie letztes mal....
Vorallem hab ich nun Angst um meinen Arbeitsplatz....
Katastrophe, hätte ich es nie gemacht... zum heulen.

LG würde mich über eure Erfahrungen freuen
Shadomo
 
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Re: Jammern und austauschen,bei Leuten die es nachfühlen können

Beitragvon Jorya am Sa 7. Aug 2010, 10:51

Hallo,

auch ich habe die Erfahrung mit vielen verschiedenen Ärzten gemacht, weil meine im Urlaub war, bzw. ich selbst auch im Urlaub war.

Jeder sagte etwas anderes.

Geholfen hat mit eine Wundschwester. Diese Schwester kennen sich mit offnene Wunden aus und sagen dir auch wie du am besten die Wunde behandeln sollst.

Schau doch mal im Branchenbuch oder Frage auf deiner Arbeit, ob jemand eine kennt. Schaden kann es auf keine Fall. Du musst sie auch nicht bezahlen, wird alles über die Kasse abrechnet.

LG

Annika
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Re: Jammern und austauschen,bei Leuten die es nachfühlen können

Beitragvon Claudia am Mo 9. Aug 2010, 03:16

Hallo,

es tut mir so leid, dass zu lesen. Vertrauen in die Ärzteschafft fällt auch irgendwie immer schwerer, wenn man da leider öfter hin muss. Habe zwei sehr liebe Ärzte, aber wenn man doch irgendwo anders hin muss.............!

Hatte eine OP (andere Geschichte) und musste in folge dessen nochmal opriert werden, da man da auch die Hälfte übersehen hat, dann nochmal. Oder sollte an der Schilddrüse operiert werden. Hatte mich in zwei Krankenhäusern vorgestellt. Weil mir das da nicht so zusagte, was man mir sagte, bin ich doch sehr weit zu einem Arzt gefahren, der mir zusagte......Ergebnis war, dass er nicht schlecht über meinen Befund gestaunt hat und mir gesagt hat, dass ich zur Zeit überhaupt nicht opereriert werden muss. Das stimmt dann schon nachdenklich.

Ich drücke Dir jedenfalls ganz fest die Daumen, dass zumindest jetzt alles gut verläuft.

Liebe Grüße
Claudia
Claudia
 
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Re: Jammern und austauschen,bei Leuten die es nachfühlen können

Beitragvon Shadomo am Mo 9. Aug 2010, 17:55

Hallo,

Zu Thema Wundschwester, will der Vertretungsarzt keine Verordnung ausstellen.
Ist aber auch nicht weiter schlimm, habe mir teure Sachen in der Apotheke besorgt und mein Mann macht nun den VW, bis mein Hausarzt wieder da ist.

Aber ich stelle mir im moment die Frage, ab wann ich wieder arbeiten kann....
Ich bin nun schon die 4te Woche krank geschrieben und die OP ist jetzt 2 Wochen und 3 Tage her :-)
Leider sieht die Wunde bisher nicht wirklich kleiner aus, sie ist etwas schmaler geworden von den Wundrändern her aber leider sollte sie ja eigentl. vom Wundgrund hoch wachsen.
Ich kann nach wie vor kaum sitzen, laufen geht aber keine kilometer strecken... bücken und heben sollte wohl auch erstmal tabu sein.
Wollte mich erkundigen ob es für mich vorübergehend leichte Tätigkeiten gibt, aber ehrlich mir ist nix eingefallen...
Möchte gerne wieder arbeiten gehen und vorallem möchte ich kein Krankengeld in Anspruch nehmen müssen.
Das dämliche ist nun auch das wir vor einer künstl. Befruchtung stehen, soll in ca 2 Wochen beginnen, aber da werde ich dann ja eh wieder für ein paar Tage krank sein.
Ist alles so verzwickt.
Shadomo
 
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Re: Jammern und austauschen,bei Leuten die es nachfühlen können

Beitragvon Claudia am Mi 11. Aug 2010, 12:38

Oh das tut mir wirklich leid. Erfahrungen habe ich keine, weil ich auch zum ersten mal am Steißbein operiert wurde.

Hatte nur mal eine offene Wundheilung unterm Arm, etwa so groß wie eine Pflaume und das war nach 3 Wochen zu. Wie das verheilt ist weiß ich gar nicht, weil ich mir damals das ganze überhaupt nicht angesehen habe. Ich habe es in der Dusche gut ausgeduscht und auf dem Bett, Handtuch drunter mit Infussions-Kochsalz-Lösung gespült, dazu musste ich mir das nicht ansehen. Tamponade hatte ich nicht (Am Anfang weiß ich nicht genau, weil ich zum Verbandwelchsel beim Arzt war), sondern immer Saugkompressen drauf. Aber es ist ja viel kleiner gewesen, als bei Dir habe in einem anderen Threat gelesen, dass ist Dein Loch 8 x 8 cm groß ist. Ich kann mir kaum vorstellen wie das überhaupt möglich ist, dass da soviel Gewebe ist, dass man wegschneiden kann? Ich drücke Dir die Daumen, dass alles gut verläuft.

Angst ums finanzielle und um den Job kann ich sehr gut verstehen.

Liebe Grüße
Claudia
Claudia
 
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