Erneutes Auftreten?

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Erneutes Auftreten?

Beitragvon Wurstbrot86 am Sa 15. Mai 2010, 03:29

Hallo,

vielleicht kann mir jemand einen guten Rat geben.

Ich hatte im Sommer 2007 eine OP, bei der die Steißbeinfistel rausgeschnitten wurde. Das Loch hatte vielleicht einen Durchmesser von 4 cm, also nicht so riesig wie die Bilder, die ich hier teilweise sehe.

Dieses Loch ging nach ca. 3 Monaten zu. Die Ärzte, die das behandelten haben auch nichts beanstandet.

Ab und zu tat die Narbe wieder weh oder wurde wund, mal hat sie sehr leicht geblutet. Ich bin immer gleich zum Arzt. Es hieß jedes Mal, es sei ok. Salbe drauf und die Sache verschwand. Einmal wurde Ultraschall gemacht, es wurde nichts festgestellt. Also auch keine Kommentare wie, da sei noch Gewebe, das raus müsste. Auch keine neue Fistel festgestellt.

Seit ein paar Wochen ist die Narbe aber wieder offen ca. 1 cm. Bekomme nun täglich Opraclean Streifen rein. Es ist auch in der letzten Woche kleiner geworden das Loch. Jedoch meinte der Arzt, er hätte einen Kanal gesehn, der ginge jedoch nur ein cm tief, also keine richtige Steißbeinfistel. Ich war der Meinung, es verheilt wieder, weil das Loch kleiner wurde.

Bei meinem letzten Besuch meinte der Arzt jedoch, man müsste wahrscheinlich wieder schneiden (obwohl die Wunde kleiner wurde) und er sagte, es sei damals wohl nicht alles bösartige Gewebe entfernt worden. Ich habe gesagt, dass ich das nicht verstehe, weil sonst hätte man ja gleich alles entfernen müssen und die anderen Ärzte müssten das ja danach gesehen haben. Darauf konnte er mir aber nicht antworten. Ich habe auch gefragt, warum man dann nicht gleich operieren sollte, wenn es eh geschnitten werden muss und ich jetzt mehrere Wochen Tamponade bekomme. Da meinte er, er könnte mich auch gleich einweisen zum Operieren, woraufhin ich meinte, dass ich lieber noch bete, dass es zugeht.

Nun, ich bin jetzt total verwundert. Wie kann es sein, dass damals wohl nicht alles entfernt wurde, aber mir das dann kein Arzt (3 an der Zahl) sagen konnte. Konnten die das nicht feststellen? Warum sollte ein Chirurg nur einen Teil der Fistel entfernen und nicht gleich alles? Raten Chirurgen vielleicht auch schneller zu einer erneuten OP als Hausärzte? Wurde vielleicht ein Kunstfehler gemacht und wenn ja wie kann ich das überprüfen?

Ich werde auf jeden Fall nochmal zur Klinik gehen und versuchen eine Sprechstunde bei dem Chirurgen zu bekommen, der mich operiert hat.
Wurstbrot86
 
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Re: Erneutes Auftreten?

Beitragvon sunny8730 am Mo 24. Mai 2010, 19:35

Hallo!
also ne 100%ige antwart auf deine fragen kann dir wohl niemand geben...
bei mir wurde bis jetzt dreimal operiert!!! jedoch in sehr sehr kurzen abständen...
nach der ersten fistel letztes jahr wurde ca 4 wochen nachdem die wunde zu wahr operiert,
angeblich wurde nicht das gesamte gewebe entfernt weil sie es übersehen hatten...
nach der zweiten op war die wunde noch nicht mal ganz zu, restzellen!!! wie beim ersten fehler, und es wurde wieder operiert und diesmal bis auf die knochenhaut! und siehe da ich bekomme wieder schmerzen, und es ist fast zu!

all die fargen die du dir stellst stelle ich mir auch! und die einzige antwart die ich zu hören bekomme ist: veranlagung! wer diese hat bkommt die scheiß fisteln immer wieder!
sunny8730
 
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Re: Erneutes Auftreten?

Beitragvon Patrick am Mi 26. Mai 2010, 13:41

Hallo,

ich glaube nicht mehr an die Aussagen von Doktoren:"nicht alles erwischt"! Die schneiden da Ei bis Faustgroße Löcher und danach behaupten diese sie haben nicht alles erwischt?!
Eine Fistel ist ein verkapseltes Gewebe - deutlich optisch zu unterscheiden - von einem Doc. Die färben das Fistelgewebe ja am Anfang mit blauer Farbei ein - dann sollten die mal regelmäßig nen farbenblindheitstest machen.

Meiner laienhaftigen Meinung nach kann es nur einen Weg geben:

täglich 3x spülen + Octenisept + sterile Kompressen (tropfend nass) in die Wunde führen
1x/Woche - Haare bekämpfen (jaaaa, auch frauen haben feinste kleinste hellste haare am ganzen körper) und zwar am steiß, po, (unteren) rücken und überall sonst wo haare durch abruch oder abfall in die nähe des steißes kommen könnten (hier ist sich ja jeder am nächsten und weiß wo haare kritisch werden können :-))
nach der heilung - regelmäßige (2x am tag) reinigung der gesäßfalte (Bidet ist der trick :-)) mit wasser und octenisept waschlotion u/o feuchtem toilettenpapier.
und gaaanz wichtig: microfaser unterwäsche - keine baumwolle

und wenns dann wieder kommt - geh ich halt wieder nach zürich und tu mir den mist halt wieder 1 woche an - das hält sich immer noch in grenzen zu den 6-16 wochen bei der alten variante...
Patrick
 
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Re: Erneutes Auftreten?

Beitragvon Wurstbrot86 am Mo 31. Mai 2010, 00:06

Also mein Ergebnis war, dass ich mich am Mittwoch, 26.5. hab wieder operieren lassen. Im Moment ist es echt schlimm, kann nicht sitzen, muss mich beim liegen immer von der einen Seite auf die andere Seite mit angehobenem Arsch drehen und mir tun schon die Beine und der Rücken weh, weil ich das immer belaste. Essen kann ich auch nur im stehen, manchmal leg ich mich irgendwo in der Wohnung wo grad Platz ist auf den Bauch.

Also ich habe folgende widersprüchliche Aussagen von verschiedenen Chirurgen gehört:

Der, der mich 2007 operiert hat meinte: Es kann nicht sein, dass etwas übersehen wurde, er schneidet immer alles großzügig raus und außerdem, hätte es nicht 3 Jahre gehalten, sondern wäre früher wieder gekommen. Es muss neu entstanden sein durch ein einwachsendes Haar.

Der neue Chirurg meinte: Ja, vermutlich waren Reste vorhanden.

Ich habe keine Ahnung. Jedenfalls ist es nicht mehr nachvollziehbar.

Zum nächsten Thema, wieso entsteht es überhaupt mehrmals:

Auch hierzu höre ich immer Veranlagung. Bevor ich nicht explizit die Ärzte darauf ansprach, hat nie einer was zu den Haaren gesagt, erst nachdem ich gefragt habe, haben die gesagt, es kann auch dadurch kommen. Nun gibt es wieder unterschiedliche Meinung zur Enthaarung. Auf Wiki und auf anderen Seiten steht, dass die Wahrscheinlichkeit eines Rezidivs durch eine Laser Behandlung verringert wird. Die AOK meinte dazu, dass es eventuell übernommen wird, was im Einzelfall entschieden wird, aber erst bräuchte ich ein ärtzliches Empfehlungsschreiben. Der Chirurg von der SLK-Klinik meinte er würde mir eines aufsetzen, weil es ja schon das zweite ist. Der von einer Privatklinik, meinte das mit der Entlasern sei nur die Meinung von den Laserherstellern. Das glaub ich aber nicht, weil es für mich logisch klingt, dass es hilft, wenn die Haare weg sind. Auf jeden Fall werde ich, sobald das Loch zu ist, zu mehreren Ärzten rennen und versuchen das durchzusetzen.

Was ich nun auch etwas komisch finde. Beim letzten Mal, wurde der erste Verband gleich ein Tag später rausgenommen. Nun sagte mir der Chirurg, der wird erst nach 5 bis 6 Tagen rausgenommen, also am Dienstag. Er meinte, manche machen das so, manche so. komisch.

Ich finde es halt manchmal ne Katastrophe beim Arzt. Ich durfe letzten Donnerstag zwei Stunden warten, dann hat der Arzt nur auf den Verband geschaut, ob es Nachblutungen gab und mich nach einer Minute wieder entlassen. Da hab ich gedacht, na super, ober der Verband rot gefärbt ist, das sehe ich auch grad selbst.

Jedenfalls wird der erste Verbandswechsel am Dienstag ausgeführt. Ich möcht so schnell es geht, die Sache von meiner Freundin übernehmen lassen, weil ich so die Schnauze voll hab, ständig beim Arzt zu warten. Was empfehlt ihr mir, was den Verbandswechsel anbelangt. Den Tipp von Patrick verstehe ich nciht ganz. 3x täglcih spülen, das sagt mir grad nix, außerdem darf ich den Verband noch garnicht entnehmen. Wie lange empfehlt ihr mir zum Verbandswechsel zum Arzt zu gehen, wann kann die Freundin übernehmen? Und wie genau läuft das dann ab?

Und meine nächste Frage wäre noch, was könnt ihr mir auf den Weg geben, um mein Leiden zu verringern. Ich nehme jeden Tag starke Schmerzmittel, wenn ich jetzt bewegungslos dransteh, spüre ich nicht viel. Aber gehen, Treppen steigen, anziehen ist Anstrenung pur und brennt jedes Mal höllisch, ich kann wie gesagt nicht sitzen, ich bin den ganzen Tag nur damit beschäftigt, eine Position zu finden, bei der mein Steiß in die Luft ragt (z.b. komplizierte Seitenlage). In dieser Position verharre ich dann bis zu einer Stunde, bis mir was anderes wehtut. Mein Rücken, mein Nacken, Beine. Dann such eine eine andere Position. Ich kann im Prinzip nichts machen, den ganzen Tag. Lesen geht nicht, fernsehen nicht, Playstation spielen fällt auch aus, weil das alles nicht in der Position geht. Was könnt ihr empfehlen?
Wurstbrot86
 
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Re: Erneutes Auftreten?

Beitragvon elisabeth am Mo 14. Jun 2010, 17:13

Hallo!

das alles kommt mir auch irgendie bekannt vor...
ich hatte 3 mal hinterienander die op, innerhalb von einem jahr. dann sahs echt so aus, also ob aleles weg wäre, aber jetzt vor 6 monaten hats wieder angefange und musste operiert werden...
mir hat der eine arzt auch mal gesagt, dass das von den haaren kommen könnte, ein anderer, meinte dass es davon kommt, dass ich zu viel fahrradfahre (in zu heißen ländern) einer hat behauptet ich dürfte keine engen hosen anziehen und so weiter... ich glaube im prinzip kann keiner sagen wohers kommt...
meine wunde ist immer noch nciht verheilt, inzwischen hab ich schon mein ganzes leben danach eingerichtet =) ich geh jetzt einfach dienstags nciht mehr in den sportverein, sondern mach einen schwedisch kurs, ich kann gut auf dem bauch schlafen, wenn wir abends weggehen, darf immer ich zuerst aussuchten wo ich sitzen will (also wos am besten gepolstert ist =) und das fahhrad ist wahrscheinlich schon in der garage verrostet... ich weiß auch nicht wie oft das noch sogeghen soll, langsam aber sicher langts mir echt! das einzige problem ist halt, dass ich geographie studiere, und das ziemlich viele feldexkursionen einschließt, bei denen man im boden rumboren muss und so... aber ich kann ja nicht mein studienfach echseln wegen der sache...
aber jedenfalls hab ich mir vorgenommen jetzt mal den arzt zu wechseln, vieleicht kann mir da ja ein anderer helfen... gibt es spezielle ärzte für wundheilung oder so??
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Re: Erneutes Auftreten?

Beitragvon Hakan57 am Fr 18. Jun 2010, 23:04

Hallo,

naja ich bin 16 und wurde jetzt 3x in 6 Monaten operiert.

Die wunde wollte einfach nicht zu gehen und wenn sie zu war, war sie nicht perfekt zugegangen d.h. das sie nicht fest genug zusammenwuchs.

Nach meiner 3. OP habe ich den Hausarzt gewechselt der mich sehr gut beraten hat.

So, hier meine Methode:

Man muss jeden Tag auf die Wunde gucken und alle Haare auch in der Falte, egal wie weit sie von der Wunde weg sind, abrasieren oder mit Enthaarungs-Creme entfernen.
Die Wunde geht von alleine schneller zu, indem sie sich von den Seiten zusammenklebt d.h. jeden Tag zum Arzt gehen und die Wunde "spreizen" lassen, so dass sie nicht zu früh zugehen kann.
Ach, ja und ihr solltet sie jeden Tag 2-3x waschen, ich habe sie jeden Tag 4x gewaschen, weil ich es einfach nach 4 OP´s leid war, mit einem offenen "Ar*ch" rumzulaufen, ist ein bisschen hart ausgedrückt aber ich bin es einfach leid gewesen.

Wenn die wunde zu ist und ihr nicht mehr zum Arzt geht, solltet ihr sie jede Woche 1x die Haare entfernen, ich mache dies mit Enthaarungs-Creme die ich mir von meiner Mutter in Rossmann kaufen lassen habe, weil mir dies zu peinlich war. ( Wer geht schon mit 16 gerne in einen Frauenladen und kauft sich dort Enthaarungs-Creme :D )

Naja mehr muss man garnicht beachten, halt bei der Pflege das die Tamponade locker drinne liegt und ich habe beim 3x keine Salbe oder ähnliches genommen auch keine Wundbäder. Man sollte halt nicht alles machen was der Arzt einem Rät.


Schmerzen:

Naja, ich hatte nie wirklich Schmerzen vor und nach der OP.
Ich kann mich sogar noch dran erinnern, dass ich nach der OP direkt aufgestanden bin und mich umgezogen habe, wiel mir diese Kittel auf den Zwirn gingen.
Ausser beim sitzen, dann habe ich wirklich gedacht das mir jmd ein Messer reinstechen würde.


Ich hoffe, dass ich helfen konnte, auch wenn ich vielleicht nicht soviel Erfahrung habe.
Bin, ja erst 16 und wurde 3x in einem Jahr operiert :) Ich hoffe nur, dass ich nie wieder und falls doch nicht so schnell Operiert werden muss, weil ich mein Fach-Abi nicht versäumen darf...


mfg,
Hakan
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Re: Erneutes Auftreten?

Beitragvon Jorya am Sa 19. Jun 2010, 10:26

Hallo,

zum Thema Schmerzen.

Mir tut die Wunde nur weh, wenn ich die Tampande zu lange drin haben, und sie in der Wunde reibt, auch kann ich nichts am Wundrand haben. Das tut wie sau weh.

Der erste Verbandwechsel nach so langer Zeit erscheint mir ziemlich lang. Bei mir ist schon nach ca. einem halben Tag die Wundhöhle voll mit Wundsektret. Und wenn die Tamponade zu langer in der Wunder ist, klebt sie fest und beim rausziehen blutet es dann ganz stark.

Ich würde am Anfang die Tamponade 3x - 4 mal am Tag wechseln und auch die Wunde mit dem Duschkopf ausspülen. Anschließend eine neue Tamponade mit Kochsalz oder normalem Wasser tränken und in die Wunde tun. Trocken würde ich sie nicht reinmachen.

Zum liegen/sitzen Ich liege die meiste Zeit auf dem Bauch, oder seitlich mit angezogenene Beinen auf einer Pobacke, bzw. für kurze Zeit auf der Stuhlkante. Auch seitlich geht ganz gut, schlafen tue ich auf der Seite dem Bauch. Wache aber jetzt ab und an auf dem Rücken auf, wobei die Wunde dann sehr wehtut. Ist nichts wenn man normalerweise Rückenschläfer ist.

Inzwishcen kann ich auch schon kurze Zeiten bewusst auf dem Rücken liegen, wenn ich die Beine aufgestellt habe.

Meine OP ist jetzt 14Tage her.

LG

Annika
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Re: Erneutes Auftreten?

Beitragvon Wurstbrot86 am Mo 21. Jun 2010, 13:23

Also meine OP ist ja diesen Mittwoch 4 Wochen her (26.5.10) und ich mache mal ein Update.

Der Arzt wollte die erste Tamponade, die tief drinnen war, länger drin lassen, ich weiß aber nicht warum. Sie wurde nach einer Woche entnommen. Vorher nur Wechsel der aufgelegten Mullkompressen, weil diese ja druchbrechen.
Also meine Wunde ist ca. 10 cm lang und 4 cm breit und ich muss sagen, die erste Entfernung der inneren Tamponade war für mich die Hölle. Also ich halt inzwischen ja einiges aus, ich gewöhn mich auch an die Schmerzen, ich hatte schon eine Mandel-OP mit 22 und es heißt, das seien extreme Schmerzen und ich esse wirklich sehr scharf, sodass mein ganzer Mund brennt, also viel Cayenne-Pfeffer, Chili pur usw. komme also mit Schmerzen aus, aber ich glaub, ich hatte in meinem Leben noch nicht solche Schmerzen wie beim ersten Wechsel.

Dann war ich ca. 10 Tage lang jeden zweiten Tag beim Arzt zum Verbandswechsel. Der Arzt legt zwei Mullkompressen in die Wunde hinein, dann noch ein paar oben drauf, dann der Klebemull, also sehr einfach. Da ich ständig ewig warten musste, habe ich mich dann dazu entschlossen, das von meiner Freundin machen zu lassen. Die wechselt mir den Verband jetzt jeden Tag. Einmal wöchentlich gehe ich zum Arzt zur Kontrolle. Ich habe mir hierfür 10 m Klebemull gekauft, Handsterilium und 200 Mullkompressen 10cmx10cm (Kosten: 35 EURO). 100 Stück davon sind steril (teurer), die anderen 100 unsteril (billiger). Zwei sterile kommen in das offene Fleisch, unsterile oben drauf, weil diese ja nur dazu da sind, dass der Sekret nicht ausläuft. Meine Freundin schaut halt immer, dass die Kompressen weit genug drin sind, dass die Wundränder sich nicht berühren, aber ich sag ihr auch, sie soll es nicht zu weit reinstecken, da sonst die Entfernung sehr schmerzhaft ist. Übrigens kommt bei mir alles gleich in eine einzelne Mülltüte und wird zugeknotet, sonst stinkts zu derb ;-).

Alle paar Tage dusche ich die Wunde unter der Dusche aus, wobei ich das nicht sehr mag, ist recht zeitaufwendig, da ich a) sehr vorsichtig bin, b) es ewig dauert bis unser Duschstrahl lauwarm ist (es gibt fast nur heiß oder kalt) und c) das Abtrocknen lange dauert (will nicht viel rubbeln).

Zu den Haaren: Meine Freundin macht sie mir hinten ab und zu weg, das Grobe außenrum mit nem Phillips Elektrorassierer, das nähere an den Wundrändern mit einem Gillette Nassrassierer und die Haare, die gefährlich nahe an den Wundrändern sind mit einer einer Nagelschere (vorher mit Sterilium getränkt).

Salben oder anderes Zeugs benutze ich garnicht, die Wunde scheint so zuzugehen. Ich habe jedoch gut 3 Kilo abgenommen, ich glaube, dass Fett, das ich esse, wird nun erstmal für dieses Loch aufgebraucht (finde ich gut) ;-)

Wenn alles vorüber ist, werde ich zu verschiedenen Ärzten gehen und diese überreden mir ein Empfehlungsschreiben für eine Laserentfernung der Haare zu schreiben (zwecks Kostenübernahme). Ich würde es generell eh allen Männern empfehlen, die Haare am A..... haben, ist auch hygienischer (Ich sag nur Toilette).

Nun noch zu den Schmerzen: Die ersten drei Tage waren ok, hab halt ab und zu Schmerzmittel genommen. Dann ab dem vierten Tag war es höllisch für mich. Ich konnte nichts mehr machen ohne, dass es sich anfühlt, als schneide mir jemand ins nackte Fleisch. Ich hab den ganzen Tag nur damit verbracht, Positionen zu suchen, die erträglich waren, nachts bin ich ständig aufgewacht. Auch Schwimmreifen halfen nicht, da dass Sitzpolster außenrum auch wehtat. Wenn es bei uns Mittagessen gab, habe ich entweder im Stehen gegessen oder am Wohnzimmertisch im Knieen oder ich habe mich über die Couchlehne gelehnt und ein Regal das davor stand für den Teller benutzt. Das ging so bis Tag 8.

Ab dann wurde es jeden Tag besser mit den Schmerzen und ab der zweiten Woche war es schon recht gut. Der jetzige Stand ist, dass ich normal keine Schmerzen habe und fast alles wieder normal ist. Ich kann inzwischen auch sitzen. Ich kann mich beim Sitzen jedoch noch nicht zurück lehnen, also gemütlich auf der Couch flacken geht nicht, ich muss dann auf der Seite liegen und mich alle halbe Stunde wenden. Auf dem Rücken schlafen geht halt auch nicht. Und zum Lernen mache ich es in der Regel so, dass ich einen sehr großen Schwimmreifen aufs Bett lege und meinen Ar... durchhängen lasse.
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Re: Erneutes Auftreten?

Beitragvon Claudia am Mi 28. Jul 2010, 15:51

Hallo!

Habe hier von Zürich gelesen. Welche OP Methode machen die dort?

Liebe Grüße
Claudia
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